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    SCHACH: SIMULTANTURNIER

    Jana Schneider nimmt es mit acht Männern auf

    Jana Schneider aus Aschfeld ist im Schach Vize-Europameisterin. In Erlenbach trat sie bei einem Simultanturnier gegen acht Männer gleichzeitig an.

    Am Ende des Simultanturniers saß die deutsche Meisterin Jana Schneider nur noch Jürgen Liebler vom SV Erlenbach gegenübe... Foto: Sombat Diener

    Schach spielt Jana Schneider aus Aschfeld leidenschaftlich gerne und überaus erfolgreich. Im Frühjahr setzte sie sich bei der deutschen Schach-Meisterschaft gegen 21 andere Frauen durch und ist damit die bisher zweitjüngste deutsche Meisterin. Zudem darf sich die Gymnasiastin Vize-Europameisterin ihrer Altersklasse nennen. Ihr Ziel: Weltmeisterin werden.

    In Erlenbach wagte die 15-Jährige etwas für sie ganz Neues; selbstverständlich hatte auch das mit Schach zu tun: Schneider bestritt zum ersten Mal ein Simultanturnier und spielte gleichzeitig gegen acht Männer verschiedener Mannschaften. Im regulären Spiel gegen das Schachtalent hätten die Simultangegner des Sportverein Erlenbach (SVE), aus Lengfeld, Schernau, Zellingen und Karlburg vermutlich kaum eine Chance gehabt. Und das, obwohl Schneiders Gegner alle eine Wertungszahl (DWZ) von über 1500 haben. Sie alle sind „regionale Größen“ im Schachspiel, wie Gastgeber Konrad Diener, Abteilungsleiter Schach beim SV Erlenbach, betonte. Mit der DWZ kann man die Stärke einzelner Spieler vergleichen. Die DWZ von Jana Schneider etwa beträgt aktuell 2190.

    Weil sich Jana Schneider jedoch immer wieder auf neue Situationen auf den acht verschiedenen Brettern einstellen musste, waren die Erfolgsaussichten ihrer Gegner höher. Das Schachtalent siegte trotzdem drei Mal und spielte einmal unentschieden.

    Jana Schneiders Gegner hatten für einen Zug genau so lange Zeit, wie Schneider eine Runde über alle acht Bretter benötigte, was in der Regel rund eine Minute dauerte. Erst wenn die junge Frau wieder an ihrem Brett angekommen war, führten die Gegner ihren Zug aus.

    Nach und nach endeten die Spiele; am Ende saß Jana Schneider nur noch Jürgen Liebler vom SVE gegenüber. Der Marktheidenfelder war der Simultangegner mit der höchsten DWZ von 1737 und gewann seine Partie ebenso wie Erich Gloß und Markus Rauth (beide SV Erlenbach) sowie Kreisspielleiter Rainer Köhler aus Karlburg. SVE-Spieler Carsten Pohl, Herbert Pröstler vom SF Tarrasch Schernau und Stefan Herrmann (SF Phalanz Zellingen) verloren ihre Partien, Matthias Hofmann (TSV Lengfeld) erreichte ein Remis.

    Ein Simultanturnier strengt den Spieler sowohl körperlich als auch mental noch mehr an als gewöhnlich. Trotzdem sah man Jana Schneider auch an diesem Abend in Erlenbach schon zehn Minuten nach Ende der letzten Partie schon wieder über das Brett gebeugt. Zusammen mit ihren Gegnern analysierte sie die Spiele und gab Tipps, was ihre Kontrahenten besser hätten machen können.

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