• aktualisiert:

    BADMINTON

    Fairness von Steffen Grün wird belohnt

    Badminton-Jugendmannschaft des TV Marktheidenfeld feiert in heimischer Halle bayerischen Vizemeistertitel und verdient sich für eine ehrliche Geste Respekt

    Die Jugendmannschaft des TV Marktheidenfeld ist bayerischer Vizemeister: (von links) David Frenzel, Lara Suffel, Malte L... Foto: Klaus Grün

    Bei der bayerischen Mannschaftsmeisterschaft der Schüler und Jugend im Badminton war der TV Marktheidenfeld am Wochenende in der heimischen Hans-Wilhelm-Renkhoff-Halle mit zwei Teams am Start. Die Jugendmannschaft des TVM sicherte sich den Vizetitel und damit auch die Teilnahme an der Südostdeutschen Meisterschaft.

    Schüler verbessern sich deutlich

    Die Schülermannschaft mit Spielern und Spielerinnen bis zur Altersklasse U 15 hatten sich vorgenommen, ihr Ergebnis vom vergangenen Jahr zu verbessern, als sie nur einen einzigen Satz im ganzen Turnier gewonnen hatte. Der Auftakt gegen den ESV München verlief erfolgversprechend, da Lukas Heilig und Nico Ferstl ihr erstes Doppel mit 21:15, 21:11 für sich entschieden. Ebenso klar unterlagen dann jedoch Jennifer Woit und Eva Winzenhöller ihren Gegnerinnen, die mit der deutschen Ausnahmespielerin Antonia Schaller antraten. Weitere Rückschläge erlitt das Team durch die Niederlagen des Doppels Simon Hoh/Samuel Unz, von Nico Ferstl und Simon Hoh im Einzel. Somit musste Marktheidenfeld alle Folgespiele gewinnen. Wichtige Punkte waren zunächst die Kantersiege von Eva Winzenhöller (21:5, 21:4) und Samuel Unz. Danach lag die Entscheidung beim Mixed. Lukas Heilig und Jennifer Woit unterlagen jedoch mit 3:5.

    In der zweiten Partie gegen den TSV 1846 Nürnberg scheiterten die jungen TVM-Spieler häufig an ihrem Kopf. Die knappe Niederlage von Heilig/Ferstl war ebenso unnötig wie die von Woit/Winzehöller. Nachdem auch Hoh/Unz und Lukas Heilig im Einzel leer ausgingen, halfen auch die Siege von Jennifer Woit und Nico Ferstl nicht weiter. Abgerundet wurde die Begegnung durch ein umkämpftes Dreisatzmatch von Unz/Winzenhöller, das im Entscheidungssatz aber mit 21:19 an die Nürnberger ging. Mit einem 2:6 konnten sich die Marktheidenfelder Schüler zwar nicht für das Halbfinale am Sonntag qualifizieren, aber mit fünf Siegen und 15 gewonnenen Sätzen das Vorjahresergebnis deutlich 15 verbessern.

    Die Jugendmannschaft der Gastgeber startete mit einem höheren Ziel, nämlich dem, sich für die Südostdeutsche Meisterschaft im April zu qualifizieren. Dafür war mindestens Platz zwei nötig. Die fünf besten bayerischen Teams spielten in einer Fünfergruppe an zwei Tagen im Modus jeder gegen jeden die Platzierungen aus. Die erste Partie gegen den ESV München ging mit 6:2 klar an die Marktheidenfelder.

    Der große Knackpunkt im Turnier war die zweite Begegnung gegen die TSG Augsburg. Aus dem fest eingeplanten Doppelsieg von Steffen Grün und Moritz Unz zum Auftakt wurde beim 12:21, 21:23 jedoch nichts. Danach scheiterten auch David Frenzel und Malte Liman. Lara Suffel und Ilka Oechsner holten anschließend mit ihrem Sieg den ersten Punkt, ihr Einzel jedoch verlor Lara Suffel.

    Der denkbar schlechte Zwischenstand von 1:3 zwang die TVMler, die fehlenden vier Begegnungen zu gewinnen. Ohne viel Schweiß auf der Stirn gelang dies auch Moritz Unz und Joshua Redelbach in ihren Einzeln. Dann stand das Spiel von Steffen Grün gegen seinen Angstgegner Marco Pousada an. Den ersten Satz ließ sich Grün in der Verlängerung noch abluchsen (25:27), im zweiten dominierte er mit 21:9. Der Entscheidungssatz ähnelte dann wieder dem ersten. So lag Grün stets knapp in Führung und hatte beim Stand von 20:19 seinen ersten Matchball. Der nun folgende ewig lang geführte Ballwechsel wurde zur nervlichen Strapaze, bis es dem Gegner gelang, einen langen Ball cross an Grün vorbeizuspielen.

    Ehrlicher Grün korrigiert Schiri

    Der Schiedsrichter gab diesen Ball aus und wollte das Spiel zu Gunsten des Marktheidenfelders entscheiden, doch Grün hatte den Ball seines Gegners im Feld gesehen und bat den Schiri unter dem ungläubigem Blick seines Gegners, den Ballwechsel zu wiederholen. So geschehen, ging das Spiel weiter – und letztlich mit 22:20 an Grün, der damit seine Entscheidung nicht bereuen musste, für seine Ehrlichkeit und sportliche Fairness belohnt wurde und die Mannschaft im Spiel hielt. Den entscheidenden Punkt zum 5:3 steuerten schließlich Joshua Redelbach und Ilka Oechsner bei.

    Am Sonntag nahm die Mannschaft die erwartete 7:1-Niederlage gegen Topfavorit TSV Neuhausen-Nymphenburg gelassen hin und musste sich beim 5:3 gegen den ASV Möhrendorf auch nicht mehr wirklich strecken. Das Ziel war mit Platz zwei und der angestrebten Qualifikation erreicht.

    Fair ist mehr

    Die Aktion ist eine ständige Einrichtung Ihrer Zeitung, die vom Bayerischen Landessportverband, dem Bezirk Unterfranken, seinen Fachverbänden und der Anwaltskanzlei Bendel & Partner unterstützt wird. Schon seit 1991 würdigt diese Zeitung damit besonders faire Gesten im Sport. Eine Jury wird am Ende des Jahres alle gemeldeten Aktionen bewerten und drei Sieger auszeichnen und mit attraktiven Geldpreisen im Rahmen einer großen Gala belohnen. Melden auch Sie faire Gesten an:

    Main-Post, Sportredaktion Stichwort „Fair ist mehr“ Berner Straße 2 97084 Würzburg Tel. (09 31) 60 01 - 237 Fax (09 31) 60 01 - 368 E-Mail: red.sport@mainpost.de

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!