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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Abschenken kommt nicht in Frage

    Die Chance auf den zweiten Platz ist klein, aber der TSV Großbardorf will sie in Aschaffenburg nutzen. Trainer Dominik Schönhöfer verspricht hundertprozentigen Einsatz.

    Volle Kraft voraus heißt es am letzten Spieltag der Saison für den TSV Großbardorf (rechts Stefan Piecha) beim Spitzensp... Foto: Anand Anders

    Fußball (mad)

    Bayernliga Nord Viktoria Aschaffenburg – TSV Großbardorf (Samstag, 14 Uhr, Stadion am Schönbusch)

    Im Stadion am Schönbusch in Aschaffenburg bestreitet der TSV Großbardorf sein letztes Spiel der regulären Saison. Zum Leidwesen der Grabfeld-Gallier ist dies kein echtes Endspiel mehr um die Vizemeisterschaft. Diese Pläne hat sich der TSV selbst durch das 1:1 gegen den SC Feucht selbst durchkreuzt. Dadurch können die Schützlinge von Cheftrainer Dominik Schönhöfer den 2. Platz nicht mehr aus eigener Kraft schaffen, sondern bräuchten bei einem eigenen Dreier (besserer direkter Vergleich gegen Aschaffenburg) die Schützenhilfe des FC Amberg, der beim TSV Aubstadt nicht verlieren darf. Klar ist aber, dass die Viktoria mit ihrem Trainer Jochen Seitz alle Trümpfe in der Hand hält. Sie muss „nur“ die Bardorfer besiegen.

    Für Mittelfeldspieler Stefan Piecha war es einfach zu wenig, was sein Team gegen Feucht zustande brachte. „Die erste Halbzeit war gar nicht so schlecht und wir sind verdientermaßen mit einer 1:0-Führung in die Kabine gegangen. In den zweiten 45 Minuten haben wir aber bei weitem nicht mehr das abgerufen, was wir können und schon oft gezeigt haben. Warum wir da abbauten, kann ich mir nicht erklären.“

    „Nach den letzten harten Wochen waren wir irgendwie nicht mehr in der Lage nochmals eine Schippe drauf zu packen“, so die Erklärung des TSV-Coach. Sowohl Schönhöfer als auch sein Spieler heben aber die außergewöhnlich positive Saison der Grabfelder hervor. Für den Trainer war es eine „glanzvolle“, für Piecha eine „hervorragende, die so nicht zu erwarten war. Piecha: „Nur schade, dass wir uns möglicherweise wieder nicht dafür belohnen werden. Aber vielleicht geschieht ja ein Wunder. Noch haben wir eine Chance.“

    Diese wollen die TSV'ler nutzen. Deshalb gilt: „Abschenken kommt auf keinen Fall infrage“, wie Piecha es formuliert. Sein Coach setzt noch einen drauf: „Die Chance, dass wir es doch noch packen, ist nicht so groß. Aber die Chance, dass jeder meiner Spieler noch einmal alles gibt, die liegt bei 100 Prozent. Wir werden diese Partie mit vollem Ehrgeiz angehen wie alle 33 Spiele zuvor auch.“

    Auch Piecha verspricht vollsten Einsatz. „Wir stehen am Samstag um 14 Uhr auf dem Platz und wer dort steht, der will auch gewinnen.“ Die Grabfelder reisen mit dem gleichen 17-Mann-Kader nach Aschaffenburg, der auch gegen Feucht zur Verfügung stand.

    „Unsere Jungs werden sicher versuchen in Aschaffenburg nochmals an die guten Leistungen der Spiele zuvor, wie z. B. in Eichstätt anzuknüpfen, um unsere kleine Chance aufrecht zu erhalten“, verspricht Andreas Lampert von der sportlichen Leitung. „Alles andere können wir eh nicht beeinflussen und liegt sicher auch daran wie es Vereine noch angehen können, für die es vielleicht um nichts mehr geht. Denn das ist zum Rundenende hin, wenn die Kräfte und Motivation nach einer langen Runde etwas nachlassen, natürlich auch immer die Frage“, so Lampert weiter, der die letzte Chance trotzdem noch nicht ganz ad acta legen.

    „Die tolle Serie und Aufholjagd hat unserer Mannschaft vor allem auch mental viel Kraft gekostet und die unnötige Niederlage in Eichstätt vielleicht einen kleinen Knacks gegeben. Inwieweit wir das jetzt noch mal abschütteln können, wird sich beim vielleicht spielstärksten Team der Liga, die vor vollem Haus sicher für ihre Top-Chance brennen werden, noch mal zeigen müssen“, so Lampert.

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