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    LOKALSPORT: BLSV-KREISTAG

    Fit für die Zukunft

    Die Neuwahlen beim BLSV Rhön-Grabfeld sind problemlos über die Bühne gegangen. Die meisten Vorstandsmitglieder wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt.

    Unter dem Motto „Fit für die Zukunft“ diskutiert der BLSV (Bayerischer Landessportverband) als Dienstleister für die Sportvereine bayernweit mit seinen Vereinsvertretern über wichtige Zukunftsfragen, wie die zunehmende Digitalisierung, die Frage nach der Finanzierbarkeit des Sports und die Stärkung des Ehrenamtes. Über den aktuellen Stand informierten BLSV-Bezirksvorsitzender Günther Jackl aus Haßfurt mit einem Impulsreferat und BLSV-Kreisvorsitzender Klaus Greier die Delegierten der Sportvereine und Gäste beim ordentlichen Kreistag im Gemeindezentrum Salz am Freitagabend. Neuwahlen standen ebenfalls auf der Tagesordnung.

    45 Stimmberechtigte im Saal

    Die 133 Sportvereine des Landkreises hatten rund 80 Vertreter, davon 45 Stimmberechtigte, nach Salz entsandt. Weil auch etliche politische Repräsentanten anwesend waren, war der Saal sehr gut gefüllt. Mit einer sportlichen Darbietung der Jugendturnerinnen des Voltigiervereins Rhön/Palmsberg (Unterebersbach) wurde der Kreistag eröffnet.

    Der Kreistag ist im Sportkreis das Parlament an der Basis, Wahl- und Kontrollgremium für den Vorstand, der den Delegierten Rechenschaft abzulegen hat. Über die Arbeit der vergangenen fünf Jahre hatte der Kreisvorstand ein umfangreiches Berichtsheft erstellt, in dem alle Aktivitäten, einschließlich jene der Sportjugend, ausführlich beschrieben und bebildert wurden.

    Deshalb wurden vor dem Plenum nur der Bericht des Vorsitzenden und der Kassenbericht extra vorgetragen. Greier fokussierte sich auf den Bereich Zukunftsentwicklung, zumal er dem Arbeitskreis Zukunftswerkstatt angehört, der auf Verbandsebene agiert. Dort wird darüber nachgedacht, wie man die Sportvereine fit für die Zukunft macht.

    Nachwuchssorgen der Vereine

    Der BLSV versteht sich als Dienstleister für die Sportvereine. Diese müssen sich mit immer mehr Bürokratie herumschlagen, sollen neben klassischen und neuen Sportangeboten auch gesellschaftspolitische Aufgaben wahrnehmen: Gesundheitssport, Prävention, Inklusion und Integration. Viele haben Nachwuchssorgen bei den ehrenamtlichen Verantwortlichen und Übungsleitern. Es gebe weiterhin ein erhebliches Potenzial an Menschen, die noch in Bewegung gebracht werden sollten. Die Ehrenamtlichen stünden also vor großen Herausforderungen.

    Hilfestellung seitens des BLSV kann geleistet werden durch Aufklärung, Beratung, Aus- und Weiterbildung. Die Instrumente dafür wurden weiter ausgebaut, so Greier. An weiteren Modernisierungen und Vereinfachungen wird noch gearbeitet. Eine der Kernaufgaben des Verbandes sieht Greier darin, die Sportvereine bei der schnell fortschreitenden Digitalisierung zu unterstützen.

    Effizienter managen

    Das eröffne Möglichkeiten, den Verwaltungsaufwand zu minimieren und das Vereinsmanagement in allen Sparten effizienter zu machen. Er unterlegte das mit Beispielen und differenzierte nach kleinen und mittelgroßen Vereinen. Besonders für kleine Vereine seien Kooperationen mit Nachbarvereinen erfolgversprechend, wenn sie sich gegenseitig ergänzen und somit Sportangebote gemeinsam anbieten können.

    Jackl ergänzte das BLSV-Servicekonzept in seinem Vortrag um weitere Beispiele. So informierte er über die künftige Übungsleiterausbildung. Sie werde immer ein Schwerpunkt bleiben, weil Übungsleiter die Erfolgsgaranten für die Vereine seien und die entscheidende Größe für die staatliche Sportförderung.

    Ab 2018 wird es auch eine modulare Ausbildungsmöglichkeit geben, die Blockbeschulung mit Wochenendkursen kombiniert. Alle Angebote finden sich auf der BLSV-Homepage unter www.blsv-qualinet.de. Grundsätzlich wird den Vereinen nahegelegt, sich über das umfassende Angebot des BLSV zum vielschichtigen Thema Zukunftsbewältigung zu informieren.

    Über das Thema Sportförderung referierte später noch Andreas Räth. Er ist im Landratsamt für die Entgegennahme der Anträge auf die Vereinspauschale, die staatliche Förderung, und die kommunale Sportförderung zuständig. Er informierte die Anwesenden über den Förderumfang und erklärte, worauf dabei zu achten ist.

    Vorstand entlastet und bestätigt

    Vor den Neuwahlen wurde noch der Kassenbericht abgehandelt und der Vorstand entlastet. Da sich die alten Vorstandsmitglieder zur Wiederwahl stellten und keine weiteren Wahlvorschläge gemacht wurden, gab es keine Überraschungen.

    In allen Fällen wurden folgende Personen einstimmig für die nächsten fünf Jahre gewählt: Vorsitzender Klaus Greier, zweiter Vorsitzender Johann Giglhuber, Schatzmeister Lothar Schulz, Schriftführer Klaus Blindenhöfer, Frauenvertreterin Astrid Limpert, Bildungsreferentin Doris Bruckmüller, Referentin Sport für Ältere Gabi Gröschel, Referent für Sportabzeichen Thomas Reubelt, Referent für Öffentlichkeitsarbeit Georg Will. Dem Vorstandsgremium gehören kraft Satzung noch die beiden Vorsitzenden der Sportjugend (BSJ) Anna Hemmert und Anika Riedenberger an, die beim BSJ-Kreistag ihr Mandat erhielten. Darüber hinaus wurden auch fast alle Mitglieder des BLSV-Kreisvorstands geehrt – für langjährige hervorragende Verdienste im Sport.

    Darüber hinaus mussten noch die Delegierten zum Bezirkstag am 10. März 2018 gewählt werden, die neben dem Kreisvorsitzenden stimmberechtigt sind. Alle Mitglieder des Kreisvorstands erhielten das Vertrauen, zu Ersatzdelegierten wurden die BSJ-Funktionäre Anna Hemmert, Anika Riedenberger und Klemens Enders (Referent für Schule und Verein) gewählt. Die Wahl der Delegierten zum Verbandstag am 9. Juni 2018 in München fiel auf Astrid Limpert und Johann Giglhuber, Ersatzdelegierte sind Doris Bruckmüller und Gabi Gröschel.

    Ehrungen

    BLSV-Ehrennadel in Bronze (für mindestens fünf Jahre im Ehrenamt): Gabi Gröschel, Anna Hemmert, Anika Riedenberger, Klaus Blindenhöfer, Klemens Enders und Thomas Reubelt.

    BLSV-Ehrennadel in Silber (für mindestens 10 Jahre): Johann Giglhuber.

    BLSV-Ehrennadel in Silber mit Gold (für mindestens 15 Jahre): Doris Bruckmüller.

    BLSV-Ehrennadel in Gold (für mindestens 20 Jahre): Astrid Limpert und Lothar Schulz.

    Der Dienstälteste im Vorstand ist Georg Will, der schon 26 Jahre lang das Ehrenamt des BLSV-Kreisreferenten für Öffentlichkeitsarbeit ausübt. Dafür erhielt er die BLSV-Ehrennadel in Gold mit Kranz. ll

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