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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Großbardorfs Serie hält

    Der FC Sand hat den ersten Punktgewinn in Großbardorf in diesem Jahrtausend ganz knapp verpasst. Mit Glück und Geschick retten die Grabfeld-Gallier das 1:0 über die Zeit.

    Der Großbardorfer Lukas Illig (links) und der Sander Dominik Schmitt bemühen sich um den Ball. Illigs Teamkollegen Domin... Foto: Anand Anders

    Seit der Saison 1998/99 wartet der FC Sand auf einen Punktgewinn beim TSV Großbardorf. Daran hat sich auch am Freitagabend nichts geändert. So nah dran wie diesmal waren die Ostunterfranken aber selten. In der 90.Minute lenkte Großbardorfs Schlussmann Marcel Wehr einen Freistoß von Sebastian Wagner aus 20 Metern an die Latte des Grabfeld-Gallier-Tors, in der vierten Nachspielminute rettete TSV-Innenverteidiger Marcel Hölderle auf der Linie gegen André Karmann. Kurz danach war Schluss, der TSV Großbardorf hatte den 1:0-(1:0)-Erfolg im Sack und damit in der Fußball-Bayernliga Nord den dritten Sieg in Folge eingefahren.

    Temporeiches Spiel

    Ob's daran lag, dass der Ball auf dem vom Grabfelder Dauerregen glitschigen Untergrund sehr schnell wurde? Die Mannschaften zeigten jedenfalls in der ersten Halbzeit ein temporeiches Spiel. Das sich ausgeglichen gestaltete, weil sich die Sander um ihren aus Bad Königshofen stammenden Trainer Uwe Ernst keineswegs versteckten. Duften sie auch nicht, denn in der 14. Minute gerieten sie in Rückstand und mussten nach vorne spielen.

    Der Großbardorfer Führungstreffer war ein sehenswerter. Björn Schönwiesner sah, dass Außenverteidiger Lennart Seufert an ihm vorbeigeflitzt war und bediente ihn mit einem zentimetergenauen Zuspiel in die Spitze. Und Frechdachs Seufert überwand den Sander Schlussmann Lars Medem mit einem wunderschönen Außenristschlenzer in die lange Ecke. Überhaupt machten Schönwiesner und Seufert auf der linken Seite jede Menge Betrieb und bereiteten Ex-Mitspieler Adrian Reith, der sich in Großbardorf nicht hatte durchsetzen können und vor der Saison an den Main gewechselt war, einige Probleme.

    Verdiente Pausenführung

    André Rieß mit einem Schuss aus 40 Metern hätte kurz darauf beinahe erhöht, bei den Vorstößen von André Rieß (23.) und Björn Schönwiesner (27.) zeigte sich die Sander Defensive um den aus Neustädtles stammenden Stefan Nöthling sowie die Ex-Nullfünfer Johannes Bechmann und Manuel Müller aufmerksam. Nach etwas mehr als einer halben Stunde konnten sich die Gäste zweimal im Großbardorfer Strafraum in Szene setzen, Zählbares sprang nicht heraus. Weil Marcel Hölderle eine Eingabe von der Grundlinie von Florian Gundelsheimer klärte (32.

    ) und Gundelsheimer kurz darauf einen Kopfball aus zehn Metern neben das Großbardorfer Tor setzte. „Bis dahin haben wir verdient geführt“, sagte Großbardorfs sportlicher Leiter Andreas Lampert.

    Sand am Drücker

    Nach dem Wechsel spielte fast nur noch Sand. Großbardorf konnte sich kaum noch befreien, hatte erst 15 Minuten vor Schluss in Person von Dominik Zehe die erste Chance im zweiten Durchgang. Zu diesem Zeitpunkt hätte es freilich gut und gerne schon unentschieden stehen können. Aber die Gäste nutzten weder ihre ersten beiden Gelegenheiten – André Karmann scheiterte unmittelbar nach Wiederbeginn an Wehr (46.) und jagte den Ball drei Minuten später haarscharf über das TSV-Tor – nach der Pause, noch alle folgenden.

    „Wenn man 85 Minuten lang auf ein Tor spielt und nichts reinbringt, dann ist das schon sehr ärgerlich“, sagte FC-Trainer Uwe Ernst, setzte die Dauer der Sander Überlegenheit dabei aber deutlich zu hoch an. Einen „Kampf auf Biegen und Brechen in der zweiten Halbzeit“, hatte dagegen Andreas Lampert gesehen, mit „guten Chancen für gute Gäste und einem für uns relativ glücklichen Sieg.“

    Die Statistik des Spiels

    Bayernliga Nord

    TSV Großbardorf –

    1. FC Sand 1:0 (1:0)

    Großbardorf: Wehr – Zang, Orf, Hölderle, Seufert – Illig – Rieß, Zehe, Schönwiesner (83. Mosandl) – Floth (72. Breunig), Leicht.

    Sand: Medem – Nöthling, Müller, Bechmann – Krüger, Steinmann (62. Wagner) – Reith (59. Th. Schlereth), D. Schmitt, Karmann, Gundelsheimer (74. Gonnert) – Mc Cullough.

    Schiedsrichter: Potemkin (Friesen).

    Zuschauer: 400.

    Tor: 1:0 Seufert (14.).

    Rot: Bechmann (82., Sand, grobes Foulspiel).

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