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    Leichtathletik: Senioren-EM

    Iris Heid „fliegt“ zu Bronze

    Martina Greithanner vom TSV Münnerstadt gewann bei den Senioren-Europa-Meisterschaften der Leichtathleten in Aarhus Silber im Diskuswurf der W 40 und Bronze beim Kugelstoßen. Ihre Teamgefährtin Iris Heid eroberte im Hochsprung der W 50 den Bronzerang.

    Iris Heid (TSV Münnerstadt) errang die Bronzemedaille im Hochsprung. Foto: Reinhold Nürnberger

    Martina Greithanner vom TSV Münnerstadt gewann bei den Senioren-Europa-Meisterschaften der Leichtathleten in Aarhus Silber im Diskuswurf der W 40 und Bronze beim Kugelstoßen. Ihre Teamgefährtin Iris Heid eroberte im Hochsprung der W 50 den Bronzerang.

    Im Kugelstoßen lief es richtig rund bei der 42-jährigen Bezirks-Rekordhalterin der Aktiven, Martina Greithanner. Bei den Landesmeisterschaften kam sie mit der vier Kilogramm schweren Kugel erstmals nach einigen Jahren wieder knapp über 13 Meter. Jetzt in Aarhus gelang ihr das gleich in fünf ihrer sechs Versuche. Ihr bester wurde mit starken 13,31 Meter gemessen. Damit holte sie Bronze. Zum Silber, das sich die Weißrussin Vera Yepimashk sicherte, fehlten der Sportlehrerin am Münnerstädter Gymnasium nur 36 Zentimeter. Gold ging erwartungsgemäß an Nadine Kant und somit ebenfalls nach Deutschland. „Mein bester Kugelstoßwettbewerb seit vielen Jahren. Mit so einer Leistung habe ich zu Saisonbeginn nicht annähernd gerechnet“, freute sich Martina Greithanner, die in Mühlfeld wohnt, nach dem Wettkampf.

    Die Freude wich ihr aber dann nach dem ersten Versuch im Diskuswurf, der offensichtlich sehr weit war. „Aber der Kampfrichter hat da gar nicht hingeschaut und den Aufprall einfach nach hinten verlegt. So etwas habe ich bisher noch nicht erlebt“, beschwerte sich Greithanner. Da dauerte es auch einige Zeit, bis sie sich wieder richtig auf ihre Technik konzentrieren konnte. Im fünften Versuch beförderte sie ihren ein Kilogramm schweren Diskus dennoch auf sehr gute 44 Meter. Den Euromeister-Titel verpasste sie lediglich um elf Zentimeter. Den sicherte sich mit Bianca Overkamp eine andere deutsche Werferin.

    Als Iris Heid bei 1,40 Meter als letzte Springerin in den Hochsprungwettbewerb der Altersklasse W 50 einstieg, waren die ersten Sportlerinnen bereits ausgeschieden. Die 50-Jährige meisterte diese Höhe gleich im ersten Versuch. Auch für die 1,43 Meter reichte ihr ein einziger Sprung. Außer Iris Heid schafften diese Höhe nur noch zwei Italienerinnen. Während ihre südeuropäischen Konkurrentinnen die folgende Höhe von 1,46 Meter noch bewältigten und damit Gold und Silber holten, musste Iris Heid nach dem ersten Versuch den Wettkampf verletzungsbedingt aufgeben. „Ich bin mit dem Kopf gegen die Lattenauflage gestoßen und habe mir dabei eine Platzwunde zugezogen“, berichtet sie.

    Dennoch dürfte sich die mehrfache deutsche Seniorenmeisterin über Bronze gefreut haben, auch wenn sie sich die 1,50 Meter durchaus zugetraut hätte.

    Der Münnerstädter Wilfried Heppt, der seit geraumer Zeit das Trikot der TG Würzburg trägt, hatte sich für den Weitsprung der AK M 50 qualifiziert. Allerdings verpasste er mit seinen 5,21 m das Finale der besten Acht, er belegte den 15. Platz.

    nürn

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