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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Großbardorf rennt vergeblich an

    Bei der Niederlage in Amberg lassen die Grabfeld-Gallier zahlreiche Torchancen ungenutzt. "Man kann der Mannschaft nichts vorwerfen", sagt Trainer Dominik Schönhöfer.

    Fußball (mad)

    Bayernliga Nord FC Amberg – TSV Großbardorf 2:0 (1:0)

    „Das war ein dummes Spiel, in dem wesentlich mehr für meine Mannschaft drin war. Schade und ärgerlich, dass wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt haben.“ Diese Spielanalyse von Großbardorfs Trainer Dominik Schönhöfer nach dem 0:2 (0:1) beim FC Amberg zeigt deutlich, woran es gelegen hat, dass die Grabfeld-Gallier die Heimreise aus der Oberpfalz ohne ein Erfolgserlebnis antreten mussten: Man brachte den Ball einfach nicht ins Tor.

    Der TSV-Coach, der der gleichen Startelf vertraute, die zuletzt den Würzburger FV klar besiegt hatte, berichtete von einer ausgeglichenen ersten Halbzeit, in der beide Mannschaften nach vorne spielten. „Beide hatten auch ihre Möglichkeiten. Wir selbst hatten zwei bis drei ausgezeichnete Chancen und hätten da auch in Führung gehen können.“ Damit sprach Schönhöfer die Szenen an, in denen auf dem schwer zu bespielenden Platz Shaban Rugovaj und Björn Schönwiesner frei auf Ambergs Schlussmann Matthias Götz zuliefen, aber ihn nicht überwinden konnten. Dabei war Rugovajs Abschluss viel zu harmlos und stellte Götz vor keinerlei Probleme (6.

    ). Bei Schönwiesner tauchte Götz blitzschnell ab und holte dem Reiterswiesener das Leder vom Fuß (24.). Zudem verpasste Rugovaj zweimal in aussichtsreicher Position. Erst rutschte eine Flanke knapp über seinen Scheitel, dann verpasste er eine flache, scharfe Schönwiesner-Eingabe ganz knapp.

    Auch der Gastgeber hatte gute Möglichkeiten, aber keine so klaren wie die Gäste. So wurde eine Schuss von Sven Seitz aus zehn Metern gerade noch abgeblockt und einmal bewies TSV-Torhüter Marcel Wehr sein Können und blieb im Duell gegen Christian Knorr siegreich. Aber auch Wehr war beim Amberger Führungstreffer ohne Abwehrchance. Nach einem langen Ball war man sich in der Bardorfer Innenverteidigung uneins und Knorr konnte das Leder flach in die Maschen schieben. Fast hätte Seitz noch nachgelegt, aber Wehr rettete. „Zwar lagen wir hinten, aber meine Mannschaft hat nicht schlecht gespielt. Wir haben gegen eine gute Amberger Elf voll dagegen gehalten. Leider haben wir das Leder nicht über die Linie gebracht“, bilanzierte Schönhöfer. „Wir hatten viele gute Chancen und waren die eindeutig bessere Mannschaft in den ersten 45 Minuten. Nur musst du da einfach ein Tor machen“, fügte TSV-Manager Gerhard Schüler hinzu.

    Für ihn war die zweite Halbzeit ein einziges Anrennen seines Teams. Aber auch hier war das große Manko der Gäste in dieser Partie zu sehen. Man vergab selbst die besten Möglichkeiten. So tauchte nach 52 Minuten Mannschaftskapitän Manuel Leicht nach einer Kopfballverlängerung frei vor dem FC-Keeper auf, aber auch er brachte nur einen harmlosen Abschluss zustande. Götz war es auch, der einen 18-Meter-Knaller des eingewechselten André Rieß entschärfte. Als sich in der Nachspielzeit alle TSVler einschließlich ihres Torhüters vorne aufhielten, sorgte Michael Dietl nach einem Konter für die endgültige Entscheidung.

    „Man kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Jeder hat alles gegeben und wir hatten das Spiel eigentlich im Griff. Wir waren die spielerisch bessere Elf. Flachpässe waren auf diesem Geläuf nur schwer zu spielen. Deshalb die vielen hohen Bälle. Leider haben wir alle unsere Möglichkeit ungenutzt gelassen. Wir hätten ein Unentschieden verdient“, meinte Gerhard Schüler.

    Amberg: Götz – Geissler, Kühnlein, Fischer, Gömmel, Ceesayy, Graml (46. Dietl), Knorr (87. Busch), Wiedmann, Haller, Seitz (64. Keilholz). Großbardorf: Wehr – Zang, Orf, Hölderle, Kanz (67. Rieß) – Kirchner – Seufert, Piecha, Schönwiesner – Rugovaj (67. Makengo), Leicht (84. Reith). Schiedsrichter: Böhm (Wolfrats). Zuschauer: 166. Tore: 1:0 Knorr (39.), 2:0 Dietl (90. + 1).

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