• aktualisiert:

    EISHOCKEY:

    Abfuhr für die Mighty Dogs

    ERV Schweinfurt verliert wichtiges Heimspiel gegen Pfaffenhofen mit 1:5. Haßfurt schafft einen Heimsieg.

    Der ERV Schweinfurt um Marc Zajic (links) hat gegen den EC Pfaffenhofen mit Keeper Philipp Hähl und Andreas Pielmeier ei... Foto: Marion Wetterich

    Eishockey (Tipo/RN)

    Bayernliga Zwischenrunde Gruppe C

    ESC Haßfurt – ERSC Amberg 8:6
    EV Moosburg – EC Bad Kissingen abg.
    ERV Schweinfurt – EC Pfaffenhofen 1:5
    ESV Buchloe – EHC Königsbrunn n.V. 3:4

    1. (1.) EC Bad Kissingen 6 38 : 17 15
    2. (2.) EHC Königsbrunn 7 37 : 33 14
    3. (4.) EC Pfaffenhofen 7 29 : 23 12
    4. (3.) ERV Schweinfurt 6 25 : 18 11
    5. (5.) ESV Buchloe 7 28 : 36 9
    6. (6.) EV Moosburg 6 28 : 35 7
    7. (8.) ESC Haßfurt 6 33 : 38 6
    8. (7.) ERSC Amberg 7 22 : 40 4

    ERV Schweinfurt – EC Pfaffenhofen 1:5 (1:3, 0:2, 0:0)

    Mit der deutlichen und verdienten Niederlage gegen Pfaffenhofen haben die Schweinfurter Mighty Dogs die Chance verpasst, sich unter den Top-drei-Teams der Liga festzusetzen und gleichzeitig die Konkurrenz zu distanzieren. Stattdessen rutscht der ERV zunächst aus der Spitzengruppe, wenngleich mit einem Spiel weniger.

    Dabei lief es zunächst richtig gut für die Gastgeber. Die Mighty Dogs, die auf den erkrankten Simon Knaup und den kurzfristig privat verhinderten Michele Amrhein verzichten mussten, machten von Beginn an viel Druck und kamen zu zahlreichen Chancen. Die Gäste hingegen, die auswärts bis dato nur einen Zähler in Amberg ergattert hatten, wirkten ein wenig pomadig, kamen in der zehnten Spielminute aber zu ihrer ersten Chance, die es gleich in sich hatte: Dillon Duprey tauchte nach einem Konter frei vor Benjamin Dirksen auf, der den Schuss aber spektakulär entschärfen konnte. Fast im Gegenzug ging der ERV in Führung: Marek Proks' satter Schuss aus halblinker Position konnte vom starken EC-Goalie Philipp Hähl nur in die Mitte abgewehrt werden. Dort landete er auf dem Schläger von Stephan Trolda, der die Scheibe fulminant über den Umweg Innenpfosten im Tor unterbrachte (11.).

    An dieser Stelle endete aber die Schweinfurter Herrlichkeit. Das lag zum einen daran, dass die Gäste mit dem Ausgleichstor binnen nicht einmal 60 Sekunden zurückschlugen. Zum anderen nutzten die Pfaffenhofener in der Folge ihre Chancen zur 3:1-Pausenführung eiskalt aus. „Alle drei Tore fallen nach einem Bulli in unserem Drittel. Das darf uns nicht passieren“, haderte Steffen Reiser, der gemeinsam mit Thomas Berndaner den erkrankten ERV-Trainer Zdenek Vanc an der Bande vertrat. Vorne fehlte im Abschluss dazu bei zwei Metalltreffern das Glück. Den zweiten Spielabschnitt wollten die Schweinfurter dann mit viel Elan angehen. Ein Vorhaben, das schnell scheiterte, weil Richard Adam den Gästen durch einen katastrophalen Stellungsfehler einen Konter zum 1:4 auf dem Silbertablett servierte (21.) und weil Andi Kleider seinen Fehler nur durch ein Foul kompensieren konnte, dass einen Penalty nach sich zog (26.). Damit war die Partie früh entschieden.

    Und auch, wenn die Schweinfurter sich ab der 30. Minute mühten und gegen nun auf Sparflamme agierende Gäste ein Übergewicht erspielten: Man hatte nie den Eindruck, dass sie das Spiel noch drehen könnten. „Wir hätten heute noch drei oder vier Drittel spielen können und hätten vermutlich kein Tor mehr geschossen“, befand auch Reiser, der seinem Team dennoch keinen Vorwurf machen wollte. „Solche Abende gibt es leider. Man kann den Jungs nicht vorwerfen, dass sie nicht wollten. Pfaffenhofen hat sehr reif, defensiv stabil und vorne abgewichst gespielt. Aber wir haben nur ein Spiel verloren, wenn auch ein wichtiges.“

    Schweinfurt: Dirksen – Schäfer, Marquardt, Kleider, Adam, Faust, Köder – Kohl, Campbell, Zajic, Trolda, Grüner, Proks, Heckenberger, Manger, Rabs. Tore: 1:0 (11.) Trolda (Proks), 1:1 (12.) Fardoe (Matheson, Chemello), 1:2 (18.) Huber (Landstorfer, Pielmeier), 1:3 (20.) Matheson (Neubauer), 1:4 (21.) Duprey (Chemello), 1:5 (26.) Duprey (P). Schiedsrichter: Saal. Linesmen: Guse/Antretter-Oswald). Strafminuten: 6/8. Zuschauer: 652.

    ESC Haßfurt – ERSC Amberg 8:6 (2:3, 2:2, 4:1)

    War das der erhoffte und auch dringend notwendige Befreiungsschlag? Nach zuvor vier sieglosen Partien erkämpften sich die Hawks jedenfalls wieder einmal alle drei Punkte. Doch der 8:6-Erfolg gegen den ERSC Amberg war letztlich nichts für Zuschauer mit schwachen Nerven, schließlich lagen die Kreisstädter eine Viertelstunde vor der Schlusssirene noch mit 4:6 im Hintertreffen. Selbst Martin Reichert war deshalb die große Erleichterung anzumerken. „Ich altere in letzter Zeit gefühlt um 30 Jahre in jedem Spiel“, schnaufte der ESC-Trainer nicht nur einmal kräftig durch, nachdem er „ein irres Spiel“ gesehen hatte.

    ESC Haßfurt: Tscherepanow, Dietz – Hora, Thebus, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx, Bates – Kurz, Kinereisch, Trübenekr, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Stach, Breyer. Schiedsrichter: Wittmann/Graf, Ott. Zuschauer: 331 (40 aus Amberg). Tore für Haßfurt: 1:0 (1.) Breyer (Babkovic), 2:1 (16.) Max Hildenbrand (Hora, Sramek), 3:3 (28.) Babkovic (Franek), 4:4 (39.) Babkovic (Sramek, Hora) 4-4, 5:6 (48.) Hora 5-4, 6:6 (50.) Breyer (Hora, Thebus), 7:6 (50.) Babkovic, 8:6 (60.) Sramek, Empty-Net. Strafzeiten: Haßfurt 15 plus Matchstrafe gegen Max Hildenbrand / Amberg 25 plus Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Christoph Schönberger.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!