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    KORBBALL: BUNDESLIGA SÜD

    Bergrheinfeld krönt herausragende Runde

    TSV-Korbballerinnen bleiben in der Bundesliga Süd ungeschlagen. Kleinlangheim schafft den Klassenerhalt mit Sieg im Endspiel gegen Kettig.

    Sabrina Eckert vom TSV Bergrheinfeld (rechts) auf dem Weg zum Korb. Hambachs Korbhüterin Alina Pfaff kommt beim Konter d... Foto: Wolfgang Müller

    Korbball

    Bundesliga Süd Frauen
     
    TSV Ettleben – TuS Helpup 2:8  
    TuS Kettig – SV Schraudenbach 3:11  
    TuS Eisbergen – TSV Ettleben 13:5  
    VfL Kleinlangheim – TuS Helpup 4:9  
    TuS Eisbergen – SV Schraudenbach 6:5  
    TuS Kettig – VfL Kleinlangheim 6:7  
    SpVgg Hambach – TSV Bergrheinfeld 1:11  
     
    1. (1.) TSV Bergrheinfeld 14 13 1 0 140 : 40 27  
    2. (2.) SV Schraudenbach 14 10 1 3 124 : 69 21  
    3. (3.) TuS Helpup 14 10 0 4 140 : 65 20  
    4. (4.) TuS Eisbergen 14 8 1 5 142 : 83 17  
    5. (5.) SpVgg Hambach 14 6 0 8 97 : 101 12  
    6. (6.) TSV Ettleben 14 5 1 8 91 : 99 11  
    7. (8.) VfL Kleinlangheim 14 1 0 13 64 : 181 2  
    8. (7.) TuS Kettig 14 1 0 13 46 : 206 2  

    Körbe – Bergrheinfeld: Eckert 5, Rumpel 3, Kegel, Hünlein, Wildanger je 1; Hambach: Eck 1; Ettleben: Erhardt, Hart je 2, Reuß, Göbel, Henninger je 1; Schraudenbach: J. Rumpel 7, A.-L. Blesch 4, C. Fischer 2, Hendris, C. Rumpel, T. Rumpel je 1;

    Am letzten Spieltag der Korbball-Bundesliga Süd sicherte sich der VfL Kleinlangheim in einem Herzschlagfinale mit einem 7:6-(3:3)-Erfolg über den TuS Kettig den Klassenerhalt. Für Kleinlangheim waren es die ersten Pluspunkte der Saison. Der TSV Bergrheinfeld krönte seine überragende Saison mit einem überzeugenden 11:1-(4:1)-Sieg über die SpVgg Hambach. TSV-Trainer Thomas Milasevic war natürlich mit dem Saisonverlauf hochzufrieden: „Wir wissen, was wir können“, sagte er im Hinblick auf die anstehende deutsche Meisterschaft, für das er als Ziel die Finalteilnahme ausgibt. Des weiteren qualifizierten sich erwartungsgemäß hinter Bergrheinfeld der SV Schraudenbach und als Drittplatzierter der Titelverteidiger TuS Helpup.

    „Spielerisch waren wir klar besser“, sagte Kleinlangheims Trainer Leon Wilhelm nach dem rettenden Erfolg. Dass es dennoch knapp wurde lag daran, dass Kettig deutliche Vorteile auf der Korbhüterposition hatte. Kettig vergab in der Anfangsphase einige Chancen auf den leeren Korb. Überhaupt waren es die – gemessen an mittleren Bundesliga-Ansprüchen – sehr unpräzisen Korbwürfe des Außenseiters, die Kleinlangheim in der Anfangsphase vor einem Rückstand bewahrten. „Wir haben nach der Pause das Abwehrverhalten umgestellt“, erklärte Wilhelm. Im Klartext: Sein Team spielte nun eine körperbetonte Abwehr. Dadurch bekam Kettig weniger Chancen und der VfL erhöhte durch Tina Scheidler und Anna Grafmanns auf 5:3. Das war jedoch noch keine Vorentscheidung, da Kettig jetzt aus der Distanz präziser warf und sechs Minuten vor Schluss zum 6:6 ausglich. In dem Moment wäre das der Abstieg für den VfL gewesen. Aber Carmen Wilhelm brachte mit ihrem fünften Treffer ihr Team wieder in Front (37.), während Kettig seine allerletzte Chance verwarf.

    Ein interessanter Leistungstest stand für den SV Schraudenbach auf der Agenda. Dieser endete mit einem 5:6 (2:3) gegen den Tabellenvierten TuS Eisbergen. Den Ex-Meister aus Nordrhein-Westfalen retteten hauptsächlich zwei spektakuläre Fernwürfe zur rechten Zeit. „Das hätte man nicht verlieren müssen.“, sagte Schraudenbachs Coach Ludwig Rumpel. „Aber vielleicht ist es auch gut so“, ergänzte er im Hinblick auf die deutsche Meisterschaft. Der SV, dem mit Julia Fuchs die wichtigste Werferin fehlte, hatte in der Anfangsphase großes Wurfpech. Keine Mannschaft konnte sich um mehr als einen Korb absetzen.

    Zur abschließenden Siegerehrung ist die letzte Woche zurückgetretene Mannschaft der TG Schweinfurt, die im letzten Jahr deutscher Vizemeister wurde, in voller Stärke erschienen. Dabei verlas Spielerin Gabriele Graser, teilweise unter Tränen, eine Erklärung zum Rückzug aus der Bundesliga. „Dieser Entschluss ist der Mannschaft sehr schwer gefallen“, sagte sie. Sie erhielt Beifall für ihre Worte. Eine Begründung für den Rückzug blieb allerdings für die breite Öffentlichkeit aus. Diese lieferte sie ansatzweise später im Einzelgespräch. Hauptsächlich liege es an der Entscheidung einiger etablierter Spielerinnen, aus persönlichen bzw. altersbedingten Gründen nicht mehr in der Bundesliga spielen zu wollen. Und damit wäre man in der höchsten Spielklasse wohl nicht konkurrenzfähig, so Graser, die sich als einzige Spielerin des ehemaligen Vizemeisters zu dem Thema äußerte.

    ONLINE-TIPP

    Viele Bilder vom Spieltag unter www.mainpost.de/sport/schweinfurt

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