• aktualisiert:

    KORBBALL: BUNDESLIGA SÜD

    Schraudenbach wahrt weiße Weste

    SV schlägt im Spitzenspiel der Korbball-Bundesliga den deutschen Meister Bergrheinfeld mit 7:5.

    Symbolisch: Schraudenbach ist derzeit obenauf. Carolin Fischer (rechts) beim Korbwurf gegen die Bergrheinfelderinnen Len... Foto: Wolfgang Müller

    Korbball

    Bundesliga Süd Halle

     

    TV Feldkirchen – SpVgg Hambach 6:7  
    TSV Ettleben – TSV Bergrheinfeld 5:5  
    TV Feldkirchen – SV Schraudenbach 1:14  
    TSV Ettleben – SpVgg Hambach 8:10  
    SV Schraudenbach – TSV Bergrheinfeld 7:5  

     

     

    1. (1.) SV Schraudenbach 7 7 0 0 53 : 21 14  
    2. (6.) SpVgg Hambach 7 4 1 2 46 : 45 9  
    3. (2.) TuS Helpup 5 4 0 1 34 : 22 8  
    4. (3.) TSV Eßleben 7 3 2 2 33 : 23 8  
    5. (4.) TuS Eisbergen 5 3 1 1 41 : 21 7  
    6. (5.) TSV Bergrheinfeld 7 2 3 2 43 : 33 7  
    7. (7.) TSV Ettleben 7 1 2 4 38 : 54 4  
    8. (8.) VfL Kleinlangheim 5 1 0 4 32 : 42 2  
    9. (9.) TuS Langenholzhausen 5 0 1 4 15 : 43 1  
    10. (10.) TV Feldkirchen 5 0 0 5 13 : 44 0  

     

    Körbe – Bergrheinfeld: Rumpel 3, Müller 2, Eckert, Kegel, Triebel, Helmreich, Hünlein je 1; Schraudenbach: J. Rumpel 6, Fischer 5, A.-L. Blesch 4, Fuchs 2, T. Rumpel 2, C. Blesch 1, Heuler 1; Hambach: Eck 4, M. Katzenberger 3, Fischer 3, Sauer 3, Wildanger 2, Schneidawind, Pfaff je 1; Ettleben: Erhardt 7, Lutz 2, Menninger, Hauck, Reuß, Hart je 1.

    Am fünften Spieltag der Korbball-Bundesliga Süd, ausgetragen im Waigolshausener Freizeitzentrum vor 130 Zuschauern, setzte sich im Spitzenspiel Tabellenführer SV Schraudenbach gegen den deutschen Meister TSV Bergrheinfeld nach starker Schlussphase mit 7:5 (3:4) durch und behält damit seine weiße Weste. Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Gastgeber TSV Ettleben, der nach einem glücklichen, aber nicht unverdienten 5:5 (1:2) gegen Bergrheinfeld das zweite Spiel gegen die SpVgg Hambach mit 8:10 (3:5) verlor. „Wir waren gegen Hambach um eineinhalb Klassen schwächer als vorher gegen Bergrheinfeld“, äußerte sich Ettlebens Trainer Frank Dittmar enttäuscht. „Vorne nichts getroffen, hinten zu viele rein bekommen“, so seine zugespitzte Kritik.

    Klar, das vorherige Unentschieden gegen den Favoriten weckte höhere Erwartungen. Aber die SpVgg zeigte sich gegenüber dem ersten Spiel, als erst vier Sekunden vor dem Ende Korbhüterin Alina Pfaff per Weitwurf den Siegtreffer zum 6:5 gegen den TV Feldkirchen erzielte, deutlich verbessert. Konterstark und effektiv begann der Altmeister, legte auf 2:0 vor und führte das ganze Spiel hindurch. Chancen gab es auf beiden Seiten mehr als genug. Aber in der Verteidigung, speziell auf der linken Seite, gab in beiden Spielen des TSV Lücken, die zu einigen Gegentreffern führten. Gegen Hambach waren das die vorentscheidenden Körbe zum 4:6 und 4:7, fünf Minuten vor Schluss stand es gar 5:9. SpVgg-Trainerin Claudia Katzenberger nahm eine Auszeit. Wer glaubte, anschließend würde der Vorsprung bequem verteidigt, sah sich getäuscht. Drei Körbe in Serie zum 8:9 gelangen Ettlebens bester Spielerin Hannah Erhardt binnen drei Minuten. Aber die Aufholjagd kam zu spät. Das überraschende 5:5 gegen Bergrheinfeld stellten die Ettleberinnen erst mit der allerletzten Aktion des Spiels sicher. Einen im Umfeld zwar diskutierten, aber wegen Foulspiels und Betreten des Wurfkreises berechtigten Viermeter, verwandelte Erhardt zum 5:5-Endstand. Bergrheinfelds Trainer Thomas Milasevic brachte das Abschneiden seines Teams gut auf den Punkt: „Wir machen nicht viel anders als in der letzten Saison. Aber die Trefferquote ist deutlich geringer“.

    Vor allem gelinge es zu oft nicht, einen Vorsprung zu verteidigen. Im Spitzenspiel gegen Schraudenbach sah es über drei Viertel der Distanz so aus, als dass der TSV knapp gewinnen würde. Denn die Schraudenbacher Würfe waren gegen Bergreinfelds überragende Korbfrau Lena Hünlein, die über weite Strecken die Stammkorbhüterin Anne Helmreich ersetzten musste, nicht gut genug. Der Meister legte mit 2:0 vor. Schraudenbach lief fast immer einem knappen Rückstand hinterher: Kaum stand es 4:4, schlug es durch Ilka Müllers spektakulären Hochwurf bis knapp unter die Hallendecke zum 4:5 ein. In den letzten zehn Minuten geriet Bergrheinfeld auf die Verliererstraße. „Durch individuelle Fehler entstanden Kontersituationen. Alles was wir uns bis dahin erarbeitet haben, war zunichte gemacht“, sagte Milasevic zu den drei Schraudenbacher Treffern, die das Spiel zum 5:7 kippten. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe. In den letzten Minuten waren wir konsequenter und haben unsere Chancen besser genutzt“, so Schraudenbachs Betreuerin Nicole Förtsch. Ihre Spielerinnen hatten als erste Aufgabe den TV Feldkirchen. Dieser hatte seine Körner im aufopferungsvollen Kampf gegen Hambach aufgebraucht und unterlag mit 1:14 (0:6). Schraudenbach steht mit imposanten 14:0 Punkten an der Spitze. Für Bergrheinfeld geht es vorläufig nur um Rang drei. Und im Kampf um diesen gab es vorerst einen heimlichen Gewinner, der diesmal nicht dabei war: Eisbergen.

    ONLINE-TIPP

    Viele Bilder vom Spieltag unter www.mainpost.de

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!