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    VOLLEYBALL: 2. BUNDESLIGA SÜD MÄNNER

    Eltmann erfüllt Pflicht und verteidigt Spitze

    Die Oshino Volleys spielen sich mit dem 3:0 gegen Schlusslicht Friedrichshafen warm für die anstehenden Top-Spiele direkt vor und nach der Winterpause.

    Der Block hält: Eltmanns (von links) Mircea Peta und Christian Nowak können den Lupfversuch von Friedrichhafens Marco Fr... Foto: Ralf Naumann

    2. Bundesliga Süd, Männer

    SV Schwaig – VYS Friedrichshafen 3:0
    TG Rüsselsheim II – FT Freiburg 3:0
    GSVE Delitzsch – L.E. Volleys 3:2
    SV Fellbach – TGM Mainz-Gonsenheim 3:2
    VI Frankfurt – SV Fellbach 2:3
    O. Volleys Eltmann – VYS Friedrichshafen 3:0
    SV Schwaig – TSV Grafing 3:1
    TSV Unterhaching II – SSC Karlsruhe 1:3

    1. (1.) O. Volleys Eltmann 11 10 1 30 : 12 27
    2. (5.) SV Schwaig 11 8 3 29 : 12 26
    3. (2.) TG Rüsselsheim II 11 8 3 28 : 12 25
    4. (3.) FT Freiburg 11 7 4 25 : 17 22
    5. (4.) TSV Grafing 10 8 2 25 : 14 21
    6. (6.) TGM Mainz-Gonsenheim 11 6 5 24 : 22 19
    7. (8.) SV Fellbach 11 7 4 21 : 18 18
    8. (7.) TV/DJK Hammelburg 11 7 4 23 : 21 17
    9. (9.) SSC Karlsruhe 11 5 6 21 : 21 17
    10. (10.) TSV Unterhaching II 10 4 6 19 : 20 13
    11. (11.) GSVE Delitzsch 12 5 7 18 : 26 13
    12. (12.) VI Frankfurt 13 2 11 18 : 35 9
    13. (13.) L.E. Volleys 11 1 10 13 : 30 7
    14. (14.) VYS Friedrichshafen 12 0 12 2 : 36 0

    VC Eltmann – VYS Friedrichshafen 3:0 (25:13, 25:20, 25:14)

    „Im zweiten Satz haben wir genau das gemacht, was man gegen eine solche Mannschaft nicht machen darf“, erkannte Timon Schippmann punktgenau den einzigen Schwachpunkt einer grundsoliden Vorstellung des alten und neuen Tabellenführers VC Eltmann gegen Schlusslicht Friedrichshafen: Gegen die gut geschulten Nachwuchsspieler ist es nämlich Gift, sich zu selbstzufrieden zu zeigen. Doch der Wackler blieb folgenlos. Denn: „Wenn es eng geworden ist, haben wir wieder angezogen“, so Schippmann, der selbst mal bei den Volley-Young-Stars gespielt hatte und nun beim 3:0 gegen sie zum wertvollsten Spieler (MVP) seines Teams gewählt wurde.

    „Die Jungs sind unangenehm, die haben Potenzial, spielen ohne Angst und Hektik“, erkannte auch VCE-Coach Milan Maric, dass trotz der gewohnt glatten Siege gegen des Ausbildungsbetrieb vom Bodensee Vorsicht geboten ist. Die sein Team nur im zweiten Abschnitt mal vermissen ließ, als die Gäste beim 5:4 erstmals in Führung gingen und diese bis zum 8:7 behaupteten, anschließend noch einmal von 16:20 auf 19:20 verkürzten. „So ist das halt, wenn meine Spieler wissen, dass sie besser sind und dann die Motivation kurz nachlässt.“ Die Betonung lag zurecht auf „kurz“, denn bevor auch Satz Nummer zwei mit 25:20 eingetütet war, hatten die Oshino Volleys den ersten Durchgang im Eiltempo (31:13) unter Dach und Fach gebracht.

    Im dann schon letzten Satz gab's von Anfang wenig Zweifel am guten Gelingen. Der Primus zog flugs über 5:1 und 8:3 auf 11:5 davon, verdaute einen klitzekleinen Knacks mit ein paar Missverständnissen am Netz (12:9) und setzte sich ab dem 16:11 mit einem Sieben-Punkte-Lauf auf 23:11 vorentscheidend ab. Und nach weniger als eineinhalb Stunden gab's bereits den ersten Matchball: Max Kessel servierte, Friedrichshafen wehrte zu lang ab und Janis Späth ballerte das Ding zum 25:14 ins Feld. Die Protagonisten des verwandelten Matchballs standen dabei für die personellen Rochaden, die Maric vorgenommen hatte, er selbst sprach von „einer gemischten Mannschaft“.

    Dass die zu einem so vergleichsweise frühen Saisonzeitpunkt derart prima funktionierte, ist auch ein Garant für den Eltmanner Erfolg. „Wir haben uns schnell gefunden, haben die Neuen gut integrieren können. Und wir zeigen eine inzwischen eine konstante und konsequente Leistung“, zeigte sich Schippmann gar nicht sonderlich überrascht, dass sich aus dem vor Rundenbeginn prophezeiten Wetteifern von rund zehn Mannschaften um den Titel mehr und mehr ein Fünfkampf zu entwickeln scheint.

    Noch vor der Winterpause spielen die Eltmanner nun noch zu Hause gegen Freiburg und dann in Grafing. Zwei Siege und man wäre mit etwas Vorsprung Herbstmeister. „Als Erster in die Winterpause zu gehen, ist unser Ziel“, formulierte Schippmann die Ansprüche deutlicher als sein Trainer. Maric hält weiter die Bälle flach, erinnerte nochmals an die beiden formulierten Saisonziele („oben mitspielen und sich weiter entwickeln“), räumte aber zumindest ein, dass es bei beiden „rechts gut aussieht“. Gerade vor dem nächsten Heimspiel-Gegner Freiburg hat er größten Respekt: „Auch eine unangenehme Mannschaft, noch dazu routiniert.“ Doch bisher hat der Titelverteidiger ja auch schon echte Nagelproben bestanden, wie die 3:2-Siege gegen Rüsselsheim und in Schwaig gezeigt haben. Der Tabellenzweite und -dritte sind nach Mainz auch gleich die ersten Gegner im neuen Jahr. Es könnte also recht bald feststehen, wohin die Reise des VCE gehen könnte. Könnte . . .

    Eltmann: Nürnberger, Schippmann, Nowak, Krüger, Engel, Kessel; Werner (Libero). Eingewechselt: Schmitt, Peta, Späth, Bibrack. MVP: Schippmann.

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