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    FUßBALL: BAYERNLIGA NORD

    Sand: Wieder ein Platzverweis und keine Punkte

    FC kassiert die fünfte Niederlage in Folge. FC 05 Schweinfurt II unterliegt bei der SpVgg Jahn Forchheim.

    Der Würzburger Josef Burghard (Mitte) kann sich gegen den Sander Sebastian Wagner (links) durchsetzen, dessen Mitspieler... Foto: Ralf Naumann

    FC Sand – FC Würzburger Kickers II 1:3 (0:0)

    Auch im fünften Spiel hintereinander war für den FC Sand nichts zu gewinnen. Die Elf von Uwe Ernst unterlag trotz einer ansprechenden Leistung auf dem heimischen Kunstrasenplatz dem FC Kickers Würzburg mit 1:3. Damit bleiben die Sander auf einem Abstiegsrelegationsplatz. Jeder Spieler tat in diesem Kampfspiel sein Bestes, doch trotz Einsatzwillen sowie Laufbereitschaft und Kampfgeist reichte es nicht. Der Unterschied war, dass die Gäste ihre Tormöglichkeiten nutzten, während der FC Sand seine wieder einmal liegen ließ. Das zweite, bekannte Problem: Zum zehnten Mal in dieser Saison beendete der FC ein Spiel in Unterzahl. Mancher Akteur scheint schon mit einem Stigma auf der Stirn ins Spiel zu gehen. Anders ist es nicht zu erklären, dass Daniel Krüger schon in der siebten Spielminute wegen eines Allerweltfouls mit Gelb bestraft wurde. Bei seinem zweiten Foul in der 56. Minute sah er die gelb-rote Karte. Sand spielte sehr offensiv, weitaus besser als im letzten Heimspiel gegen Weiden, hatte aber nach gutem Zusammenspiel zwischen Dominik Rippstein und Andre Karmann kein Glück im Torabschluss. Auf der Gegenseite boten sich ebenfalls gute Möglichkeiten.

    Insgesamt wurde die Begegnung sehr intensiv geführt, sodass vorauszusehen war: Wer ein Tor schießt, gewinnt. Dies tat die Kickers-Zweite, die ihr Überzahlspiel nach dem ominösen Platzverweis ausnutzte und durch einen schönen Drehschuss von Pascal Jeni in Führung ging. In der 80. Minute sah Jeni Mai zu weit vor seinem Tor und überlistete ihn mit einem Heber zum 2:0. Wer die Sander Mannschaft wegen dieses Rückstandes abschrieb, sah sich getäuscht. Auch in Unterzahl setzten die Hausherren ihren Gegner nochmals gehörig unter Druck. Doch auch in dieser Phase hatte Sand weder beim Versuch von Thorsten Schlereth noch beim 30-Meter-Freistoß von Sebastian Wagner kein Glück. Erst mit dem zweiten Freistoß traf Wagner in den Torwinkel und verkürzte in der 85. Minute auf 1:2. Wenigstens einen Zähler wollten die Sander retten und entsprechend motiviert setzten sie auch alles auf eine Karte. Die Entscheidung fiel aber zugunsten der Würzburger, die in ihrer Spielhälfte einen Sander Angriff abfingen und schnell nach vorne umschalteten. Der freigespielte Pascal Jeni konnte alleine auf Simon Mai zulaufen und mit seinem dritten Treffer zum 3:1 seinen Hattrick vollenden.

    Sand: Mai – Rippstein (75. McCullough), Leim, Müller, Nöthling (69. Gonnert) – Gundelsheimer (65. Th. Schlereth), Krüger, A. Schmitt, D. Schlereth – Wagner, Karmann. Schiedsrichter: Torsten Wenzlik (Velden). Zuschauer: 200. Tore: 0:1, 0:2 Pascal Jeni (60., 80.), 1:2 Sebastian Wagner (85.), 1:3 Pascal Jeni (89.). Gelb-Rot: Daniel Krüger (56., Sand).

    SpVgg Jahn Forchheim – FC 05 Schweinfurt II 2:1 (1:0)

    Und wieder einmal verliert der FC 05 Schweinfurt II ein Spiel, das die Elf von Trainer Berthold Göbel hätte gewinnen können. Nämlich dadurch, indem die Torchancen, die sich die jungen Schweinfurter erspielt haben, auch in Zählbares, sprich in Tore hätten umgewandelt werden können. Gegen den Mitaufsteiger Forchheim war der FC 05 II sehr gut aus den Startlöchern gekommen und sowohl Markus Thomann als auch Steffen Schmidt und Tim Westerhausen eröffneten sich „mit Sicherheit vier, fünf Torchancen“, so Göbel. Gemacht haben sie nichts daraus, und diese Nachlässigkeiten in der Offensive rächten sich im Defensivbereich. Philipp Nagengast sollte lang geschickt werden, der Ball war zu lang unterwegs und hätte so eine sichere Beute für FC-Torhüter Christoph Saballus werden können. Doch er köpfte die Kugel nicht aus dem Gefahrenbereich, sondern direkt zu Nagengast, der sagte Danke. „Das war im Strafraum, Saballus hätte den Ball fangen können anstatt ihn wegzuköpfen“, beschrieb Göbel die Situation. Ansonsten war Saballus ein wenig unterbeschäftigt. Auf der Gegenseite hielten die FC-Angreifer den Forchheimer Keeper Tino Stahl gut in Form, kamen aber nicht entscheidend an ihm vorbei. Und auch wenn Lukas Kling aus dem Regionalligakader eingesetzt worden war, um nach einer Verletzung wieder zu Spielpraxis zu kommen, so war zwar die Spielkultur um einiges besser. Aber er musste nach 54 Minuten ausgepumpt vom Platz. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel war Forchheim wacher als Schweinfurt: ein langer Ball auf Sebastian Schäferlein, Direktschuss, 2:0. Für die Gäste reichte es nur zum 1:2-Anschluss durch den eingewechselten Moritz Renninger (58.). Trotz des „zu einfachen zweiten Tores“ nahm Göbel seine Spieler in Schutz. „Sie haben wie immer sehr gut gespielt und waren auch drauf und dran, den Ausgleich zu erzielen“. Und vielleicht hätte es auch Strafstoß für die Schweinfurter geben müssen, als sich Patrick Albert einem sekundenlangen Trikot-Reiß-Test eines Gegenspielers ausgesetzt sah. „Fällt er hin, pfeift der Schiri Elfmeter, so ist er weitergelaufen und hat nicht getroffen“, sagt Göbel. Was Göbel nach wie vor vermisst, ist ein Stürmer, „der auch mal das 1:0 machen kann, so wie ihn viele andere Vereine auch haben“. Mit einem 1:0 im Rücken würde es sich gleich leichter spielen lassen.

    Schweinfurt: Saballus – Heusinger, Behr, Ruft, Heinze – Kling (54. Albert), Volkmuth – Lehmann, Schmidt, Thomann - Westerhausen (46. Renninger). Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (Scheßlitz). Zuschauer: 120. Tore: 1:0 Philipp Nagengast (25.), 2:0 Sebastian Schäferlein (46.), 2:1 Moritz Renninger (58.).

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