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    FUßBALL: TESTSPIEL

    Schweinfurter Spitzen schießen sich schon warm

    Der FC 05 Schweinfurt gewinnt durch Tore von Nicolas Görtler, Florian Pieper, Adam Jabiri und Kevin Fery mit 4:1 gegen den Bayernligisten FC Sand.

    Der ehemalige 05er Johannes Bechmann (links) überspringt den aktuellen Schweinfurter Adam Jabiri. Foto: Simon Snaschel

    FC 05 Schweinfurt – FC Sand 4:1 (2:1)

    Einmal musste Gerd Klaus sich dann doch richtig aufregen. Eine Viertelstunde vor Schluss sprang er auf, der Trainer des FC 05 Schweinfurt, und wütete lautstark – allerdings nicht in Richtung seiner aktuellen Kicker, sondern des ehemaligen 05ers Manuel Müller, der den erst von einem Kreuzbandriss genesenen Nicolas Görtler im Mittelfeld rüde von den Beinen geholt hatte. Muss doch nicht sein in einem Testspiel, so sinngemäß die Klaus'sche Ansage. Ansonsten hatte der Coach des Regional- wenig Grund zur Aufregung beim standesgemäßen 4:1-Sieg über den Bayernligisten. Mit dem Erfolg haben die 05er sich ins einwöchige Türkei-Trainingslager verabschiedet. Sonnenschein und 20 Grad warten dort auf die Schweinfurter.

    Die guten Nachrichten überwogen nicht nur deshalb für Gerd Klaus. Keine weiteren Verletzten, mit Ausnahme von Student Philip Messingschlager, der zwei Prüfungen vor der Brust hat, reist der gesamte Kader mit ins Trainingslager. In dem unter anderem Testspiele gegen einen russischen Zweit- und einen ungarischen Erstligisten auf dem Programm stehen.

    Fußballerisch sah das derweil schon gegen die Sander sehr ordentlich aus. „Das war gut“, fand der Trainer. Zeitgleich, wie es sein Job fordert, aber auch das Haar in der Suppe: „Nach dem Gegentor haben wir etwas gebraucht, um das zu verkraften und sind ein bisschen aus dem Tritt gekommen, das hat mir nicht gefallen. Dazu war die Chancenverwertung nicht gut. Ansonsten aber ein guter Auftritt, sehr spielstark.“ Außerdem: Die Stürmer treffen. Erst Görtler (7.) – „es ist wichtig, dass er wieder dabei ist mit seiner Präsenz und Torgefahr“, sagt Klaus – dann Florian Pieper (11.), der auch immer besser in Tritt kommt. Und nach der Pause auch der eingewechselte Adam Jabiri. Ein Lob verdiente sich neben den Offensiven auch Mittelfeldmotor Kevin Fery. Der war nach überstandener Adduktoren-Verletzung erstmals im Einsatz, spielte gleich richtig auffällig und war an allen vier Toren beteiligt – 1:0 und 3:1 legte Schweinfurts Nummer 15 auf, den Schlusspunkt zum 4:1 setzte Fery selbst. Und leitete zudem mit starker Einzelaktion den Pieper-Treffer zum 2:0 ein.

    Und die Sander? Für die war es nach gerade einmal einer Trainingswoche eine willkommene Konditionseinheit. Denn meist mussten sie schon hinterherlaufen, die Mannen von Uwe Ernst – wenn die 05er das Tempo anzogen, wurde er schon deutlich, der Unterschied zwischen einem ambitionierten Viert- und einem abstiegsbedrohten Fünftligisten. Der Sander Trainer konnte mit dem Gesehenen trotzdem sehr zufrieden sein: „Entscheidend ist, dass man gegen so einen Gegner nicht gleich unter die Räder gerät“, so Ernst, dem besonders der erste Durchgang seiner Elf sehr gefallen hat. „Von der Leistung war das völlig in Ordnung.“

     

    Schweinfurt: Eiban (46. Paulus) – Messingschlager, Janz, Billick (46. Wolf), Paul (46. Strohmaier) – Fritscher, Kracun, Fery, Willsch (46. Waigand) – Görtler, Pieper (46. Jabiri). Tore: 1:0 Nicolas Görtler (7.), 2:0 Florian Pieper (11.), 2:1 Tevin McCullough (13.), 3:1 Adam Jabiri (65.), 4:1 Kevin Fery (85.).

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