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    EISHOCKEY: LANDESLIGA BAYERN GR. 1

    Rückkehrer Adam krönt die Aufholjagd

    ERV Schweinfurt gewinnt faires Derby beim ESC Haßfurt mit 4:3 nach Verlängerung.

    Haßfurts Verteidiger Marco Hildenbrand (links) kann den Schweinfurter Dion Campbell in dieser Szene nicht stoppen. Foto: Ralf Naumann

    Eishockey (RN/TIPO)

    Landesliga Bayern Gr. 1

     

    ESC Haßfurt – ERV Schweinfurt n.V. 3:4  
    ERSC Amberg – VER Selb 1b 7:1  
    EC Bad Kissingen – VfE Ulm/Neu-Ulm 7:3  
    SE Freising – EV Dingolfing 4:5  
    EHC Straubing – ESV Burgau 2000 0:11  

     

     

    1. (1.) ESC Haßfurt 13 77 : 48 33  
    2. (3.) EC Bad Kissingen 14 63 : 41 29  
    3. (2.) ERV Schweinfurt 13 73 : 35 28  
    4. (4.) ERSC Amberg 13 59 : 33 28  
    5. (5.) EV Dingolfing 15 71 : 60 28  
    6. (6.) SE Freising 12 56 : 43 22  
    7. (7.) EHC Königsbrunn 11 44 : 31 21  
    8. (8.) VfE Ulm/Neu-Ulm 12 51 : 53 13  
    9. (9.) VER Selb 1b 14 42 : 68 12  
    10. (10.) ESV Burgau 2000 13 47 : 71 11  
    11. (11.) ESC Vilshofen 10 33 : 51 6  
    12. (12.) EHC Straubing 14 26 : 108 0  

     

    ESC Haßfurt – ERV Schweinfurt 3:4 (1:1, 1:0, 1:2) n. V.

    So muss Derby sein. Eine Mega-Kulisse von offiziell 1778 Zuschauern war im Haßfurter Eisstadion Zeuge eines packendes Duells zwischen Hawks und Mighty Dogs, in dem es weitgehend fair blieb und das die Schweinfurter durch einen Treffer von Rückkehrer Richard Adam in der Verlängerung für sich entschieden haben. Mit dem Ergebnis können letztlich beide leben. Die Haßfurter, weil sie nach zwischenzeitlicher 3:1-Führung nicht ganz leer ausgingen und die Gäste, weil sie den Derbysieg feiern durften und dick im Rennen um die Spitzenplätze bleiben. „Das war sehr wichtig für uns, weil wir jeden Punkt brauchen“, zeigte sich Schweinfurts Trainer Zdenek Vanc erleichtert. „Haßfurt“, fügte er hinzu, „ist dieses Jahr wirklich stark. Umso mehr freue ich mich, dass wir zwei Punkte mitnehmen können.“ Dabei, das räumte der 38-jährige Tscheche ein, sei bei dem insgesamt „schönen Abend“ auch „etwas Glück“ dabei gewesen.

    Die Hausherren lagen bis fünf Minuten vor dem Ende des spielerisch zwar nicht immer hochklassigen, aber stets schnellen und hart umkämpften Schlagabtauschs komfortabel in Front. Michael Breyer hatte in der letzten Minute des ersten Abschnittes die Gästeführung von Jonas Manger (11., das Zuspiel kam von Rückkehrer Michele Amrhein) beantwortet. Dann brachte Jakub Sramek seine Hawks, bei denen Neu-Verteidiger Daniel Hora einen guten Einstand gab, im Mitteldrittel erstmals nach vorne. Nachdem Michal Babkovic zu Beginn der letzten 20 Minuten den Puck in Überzahl zum 3:1 ins Netz lupfte (42.), hoffte der ESC arg auf den zwölften Saisonsieg. Doch es kam anders. Jakub Sramek konnte nach einem Stockcheck nicht mehr mitspielen. „Das hat nicht nur ihm, sondern auch mir sehr weh getan“, sah ESC-Trainer Martin Reichert im vorzeitigen Ausfall des Toptorschützen einen Mitgrund für die Niederlage.

    Sehr zur Freude der knapp 500 Gästefans sorgten Dion Campbell bei doppelter Überzahl und Amrhein vier Minuten vor der Schlusssirene mit einem Doppelschlag für den 3:3-Ausgleich (56./57.). In der Verlängerung passierte zunächst nichts Aufregendes. Bis zur 63. Minute, als Ilja Kinereisch zwei Strafminuten kassierte und die Mighty Dogs auf vier Feldspieler aufstocken durften. Und Adam erzielte nach Vorlage von Marc Zajic, ebenfalls Rückkehrer vom EC Bad Kissingen und somit dritter Neuzugang, den 4:3-Endstand und sorgte somit für den Zusatzpunkt. „Die Strafzeit hat uns das Genick gebrochen. Aber so kann man verlieren, das gehört dazu“, nahm es Reichert sportlich. Derweil gab es eine tolle Szene, denn Haßfurts Phillip Bates und ERV-Coach Zdenek Vanc, verantwortlich für den Schien- und Wadenbeinbruchs des letztjährigen Hawks-Kapitäns bei der Massenschlägerei vor einem Jahr im Schweinfurter Icedome, reichten sich bereits vor dem Anpfiff die Hand. Und auch die Fans auf beiden Seiten konzentrierten sich in erste Linie darauf, ihre Teams zu unterstützen. Laut Einsatzleitung der Polizei kam es sowohl im als auch außerhalb des Stadions zu keinerlei Vorkommnissen. So muss Derby sein.

    Die Statistik des Spiels

    Haßfurt: Martin Hildenbrand, Dietz – Hora, Thebus, Stahl, Max Hildenbrand, Marco Hildenbrand, Marx, Bates – Kurz, Kinereisch, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Breyer, Vollert. Schweinfurt: Dirksen, Kessler – Adam, Knaup, Kleider, Köder, Faust, Schäfer, Marquardt – Kohl, Manger, Zajic, Freund, Grüner, Campbell, Trolda, Amrhein, Stach. Schiedsrichter: Guth/Reitz. Zuschauer: 1778. Tore: 0:1 (11.) Manger (Amrhein, Freund), 1:1 (20.) Breyer, 2:1 (30.) Sramek, 3:1 (42.) Babkovic (Stahl, Hora) 5-4, 3:2 (56.) Campbell (Schäfer, Zajic), 3:3 (57.) Amrhein (Campbell, Manger) 5-3, 3:4 (65.) Adam (Zajic) 4-3. Strafminuten: 8/10.

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