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    Gelsenkirchen (dpa)

    Goretzka ein echter Eurofighter

    Leon Goretzka ließ sich in der Halbzeit den Kiefer einrenken, erzielte mit einer Gehirnerschütterung noch das 1:0 und gab erst auf, als er kurz vor dem Zusammenbruch stand.

    Leon Goretzka (M) musste zwischenzeitlich behandelt werden. Foto: Ina Fassbender

    Trotz des Scheiterns in der Europa League wurde bei Schalke 04 mindestens ein neuer Eurofighter geboren. Im Viertelfinal-Rückspiel gegen Ajax Amsterdam (3:2 n.V.) war der 22-Jährige wohl sogar das, was Ex-Manager Rudi Assauer beim UEFA-Cup-Triumph 1997 in Bezug auf Marc Wilmots ehrfürchtig ein „Kampfschwein” nannte.

    „Ich kann vor Leon nur den Hut ziehen”, sagte Kapitän Benedikt Höwedes über den Kollegen. Trainer Markus Weinzierl erklärte gar, Goretzka habe sich „etliche Male übergeben”, Manager Christian Heidel bezeichnete das aber als Missverständnis und „dummes Zeug”. So oder so stand Goretzka am Abend der kämpferischen Wiederauferstehung für Weinzierl symbolisch „für die ganze Mannschaft”.

    Goretzkas heldenhafter Einsatz könnte für Schalke im Endeffekt aber sogar zum Problem werden: Mit seiner ansteckenden Leidenschaft und seinem Vorangehen hat sich der dreimalige Nationalspieler endgültig für Höheres empfohlen. Bayern München und ausländische Clubs haben ihn auf dem Radar, angesichts des 2018 auslaufenden Vertrags könnte Schalke nur noch in diesem Sommer eine Ablöse kassieren.

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