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    FUSSBALL: 3. LIGA

    Transfers der Dritten Liga: Karlsruhe setzt auf Routine

    Nach dem Drittliga-Abstieg peilen die Badener trotz eines enormen Umbruchs den direkten Wiederaufstieg an. Torjäger Anton Fink kam aus Chemnitz zurück.

    Der Karlsruher SC setzt beim Weg zurück in die Zukunft vorerst auf die Vergangenheit. Nach dem Drittliga-Abstieg peilen die Badener trotz des Verlustes zahlreicher Talente und eines enormen Umbruchs den direkten Wiederaufstieg an. So wie es ihnen bereits nach dem Abstieg 2012 gelang.

    Insgesamt war der Karlsruher SC an mehr als zehn Prozent aller bis Montagabend getätigten 435 Transfers beteiligt: 28 Fußballer verließen den Wildpark, vornehmlich blieben sie in der 2. Bundesliga oder wechselten zu ausländischen Erstligisten. Innenverteidiger Bjarne Thoelke versucht sich sogar bei Bundesligist Hamburger SV. Neben den 34-jährigen Recken Dirk Orlishausen und Martin Stoll blieb nur eine Handvoll Talente.

    Torjäger Fink kehrt zurück

    Und während alle anderen Drittligisten zu zwei Dritteln auf junge Neuzugänge unter 23 Jahren vertrauen, verpflichtete die KSC-Führung um Sportdirektor Oliver Kreuzer und Trainer Marc-Patrick Meister als Ersatz vor allen Routiniers: Mit David Pisot (Würzburger Kickers), Dominik Stroh-Engel (Darmstadt 98), Daniel Gordon (SV Sandhausen), Andreas Hofmann (Greuther Fürth) und Kai Bülow (1860 München) wechselten gleich fünf Spieler über 30 Jahre in den Wildpark, die zuletzt höherklassig aktiv waren.

    Zudem kehrt Drittliga-Rekordtorschütze Anton Fink nach fünfeinhalb Jahren beim Chemnitzer FC nach Karlsruhe zurück. In 222 Pflichtspielen für die Sachsen gelangen dem 29-Jährigen 118 Tore. Passenderweise bilden die erfahrenen Neuen zusammen mit Orlishausen und Stoll den Mannschaftsrat.

    Neben Karlsruhe, das sich gleich im Auftaktspiel am Freitag (20.30 Uhr/live bei Telekom Sport) gegen den VfL Osnabrück bewähren darf, sticht Mitabsteiger Würzburger Kickers hervor. Die Unterfranken mussten ebenfalls eine größtenteils neue Mannschaft aufbauen, setzen dabei aber bis auf die beiden von Arminia Bielefeld gekommenen Wolfgang Hesl, den neuen Stammtorwart, und Sebastian Schuppan vor allen auf Leistungsträger anderer Drittligisten.

    Abseits der beiden Absteiger blieben große Transfer-Offensiven wie bereits in den Vorjahren aus. Der 1. FC Magdeburg, in der Vorsaison nur knapp an der Aufstiegsrelegation gescheitert, ließ immerhin mit der Verpflichtung von Mittelfeldspieler Andreas Ludwig aufhorchen, der zuletzt zwei Jahre in der niederländischen Eredivisie beim FC Utrecht spielte.

    Mit Dennis Erdmann (Hansa Rostock) und Philip Türpitz (Chemnitzer FC) konnte sich Magdeburg mit weiteren potenziellen Leistungsträgern verstärken, während Rostock und Chemnitz auch aus finanziellen Gründen einen deutlichen Aderlass verkraften müssen.

    Auzfsteiger setzen auf eingespielte Mannschaften

    Die drei Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena, SV Meppen und SpVgg Unterhaching setzen vornehmlich auf ihre eingespielten Mannschaften. So hieß Unterhachings Trainer Claus Schromm neben ein paar aufrückenden Nachwuchsspielern nur zwei wirkliche Neuzugänge willkommen. Und Meppen, das auf auffallend viele junge Talente setzt, gab mit sechs Spielern die wenigsten aller Drittligisten ab. Insgesamt stehen bislang 209 Zu- und 226 Abgänge fest. Das Transferfenster schließt allerdings erst am 31. August, so dass die Drittligisten noch mehr als sechs Wochen Zeit haben, um auch abhängig vom Saisonstart noch personell nachzubessern.

    Über die Würzburger Kickers vor dem Saisonstart der Dritten Liga berichten wir in der Freitag-Ausgabe ausführlich.

    Bearbeitet von Hans Strauß

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