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    FUßBALL: HALLENKREISMEISTERSCHAFT

    Die Favoritenrollen sind klar verteilt

    Bei der Würzburger Hallenkreismeisterschaft will auch mancher Kreisligist den favorisierten Landesligisten Höchberg und Unterpleichfeld ein Bein stellen.

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    Klar verteilt scheint die Favoritenrolle bei der Würzburger Hallenkreismeisterschaft. Denn mit der TG Höchberg, die das Turnier im Vorjahr gewann, und dem TSV Unterpleichfeld führen zwei Landesligisten das Starterfeld an, die in der bisherigen Hallenrunde bereits für Furore gesorgt haben. Auch der gastgebende Bezirksligist TSV Rottendorf rechnet sich vor eigenem Publikum einiges aus, ebenso wie mancher Kreisligist.

    Dritter beim Turnier in Königshofen, Sieger beim Rimparer Silvesterturnier und erneut Dritter beim Wiesentheider Cup: Die Bilanz der TG Höchberg in dieser Hallensaison ist beeindruckend. „Wir wollen auch in Rottendorf wieder einen tollen Tag erleben mit möglichst vielen Erfolgserlebnissen“, freut sich TG-Coach Thomas Kaiser auf das Kreisturnier.

    Spiel- und kombinationsfreudig

    So steinig wie möglich möchten den Weg der Kracken unter anderem die Kreisligisten ETSV Würzburg und SV Altfeld sowie Kreisklassist TSV Biebelried machen. Besonders den Eisenbahnern, die Dritter bei der Würzburger Hallenstadtmeisterschaft wurden, ist dies zuzutrauen. Denn bereits beim Vorentscheid in Ochsenfurt, wo der ETSV Würzburg denkbar knapp dem FC Hopferstadt unterlegen war, zeigten sich die Blau-Weißen spiel- und kombinationsfreudig.

    „Wir wissen, dass wir in der Lage sind, für die eine oder andere Überraschung zu sorgen“, weiß ETSV-Angreifer Jens Müller.

    Der SV Altfeld siegte beim Vorturnier in Marktheidenfeld. „Wir hatten eine sehr gute Mannschaft am Start, die das sehr gut gemacht hat“, blickt Trainers Klaus Balling zurück, der auch in Rottendorf auf das Erreichen des Viertelfinales hofft. Letztlich zähle es aber vornehmlich, die eigenen Farben gut zu präsentieren. Das möchte auch der Vierte im Bunde in Gruppe A, der TSV Biebelried. Die Kicker vom Autobahnkreuz siegten unerwartet in Kitzingen und ließen dabei Teams wie Sulzfeld oder Leinach hinter sich. Ob das Team von Jürgen Walter auch beim Kreisturnier überraschen kann, bleibt abzuwarten. Denn einige Leistungsträger der Vorwoche fallen aufgrund eines Skiurlaubs aus. „Das dämpft die Euphorie schon etwas“, meint der in Rottendorf wohnende Übungsleiter vor seinem Heimspiel.

    Auf dieses fiebern auch die Spieler des einheimischen TSV hin. Bereits in den Vorjahren qualifizier

    Das Minimalziel

    ten sich die Rot-Schwarzen immer wieder für die Kreismeisterschaft. „Die Vorfreude ist riesig. Wir wollen ein guter Gastgeber sein“, sagt Rottendorfs Trainer Manuel Gröschl, der das Überstehen der Vorrunde als Minimalziel ausgibt. Danach sei mit etwas Glück alles möglich. Keineswegs leicht wird allerdings der Weg ins Viertelfinale, warten doch mit Hopferstadt und Burggrumbach/Erbshausen-Sulzwiesen zwei Vorturnier-Sieger auf die Gastgeber. Dabei entschied die Mannschaft von Erwin Klafke den Vorentscheid in Ochsenfurt für sich und siegte mit defensiver Kompaktheit sowie brandgefährlichen Kontern. Lediglich vier Gegentreffer kassierte der Kreisligist. „Wir wollen uns auch beim Endturnier gut verkaufen“, sagt Klafke.

    Das nächste Highlight

    Über die Maße wusste auch die Mannschaft von Dominik Hochrein beim eigenen Vorturnier zu überzeugen. Im Halbfinale schlug Burggrumbach/Erbshausen-Sulzwiesen erst die starken Reichenberger, im Endspiel besiegte es den SC Lindleinsmühle. Damit hatte Co-Trainer Christian Schaup nicht gerechnet: „Wir bissen auf die Zähne und freuen uns jetzt auf das nächste Highlight. “ Ein solches soll die Kreismeisterschaft sicherlich auch für den TSV Retzbach werden. Auch beim Vorturnier in Marktheidenfeld überzeugte die Fünf von Matthias Frank, der sich auf die erneute Teilnahme freut. Im Halbfinale kegelte der Kreisligist sogar den Bezirksligisten FV Karlstadt aus dem Rennen.

    Während die Karlstädter ihrer Favoritenrolle somit nicht gerecht werden konnten, untermauerte der TSV Unterpleichfeld die seine hingegen mit dem Sieg beim Vorturnier in Veitshöchheim. Gegen die Kicker aus dem Krautdorf war kein Kraut gewachsen. Zudem folgten mit den zweiten Plätzen in Rimpar und Bergtheim zwei weitere Topresultate. „Ich erwarte, dass man sieht, dass wir Landesligist sind. Nochmals zur Bezirksmeisterschaft zu fahren, wäre sicher schön“, sagt TSV-Coach Thomas Redelberger. Allerdings hat er auch Respekt vor den drei Gruppengegnern.

    Sicher ein Erlebnis

    Den robust spielenden TSV Rottenbauer besiegten die Blau-Weißen in Veitshöchheim. Buchbrunn-Mainstockheim, trainiert von Ex-Unterpleichfelder Martin Markowski, setzte sich als Zweiter in Kitzingen durch, der SC Lindleinsmühle in Unterpleichfeld. Dabei ist der Sportclub als A-Klassist der klare Außenseiter, ließ aber mit Platz acht bei der Würzburger Stadtmeisterschaft aufhorchen. „Das wird sicher ein Erlebnis, vor allem das Duell mit einem Landesligisten. Vielleicht überstehen wir die Gruppenphase, was schon überragend wäre“, sagt SC-Coach Gökhan Yilmaz.

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