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    FUßBALL: ZWEITE BUNDESLIGA

    Die späten Gegentreffer nerven Hollerbach

    Es ist das Dauerthema der Kickers-Rückrunde: Die späten Gegentore. Eine Erklärung konnte oder wollte Trainer Hollerbach nach dem 1:1 gegen Nürnberg nicht finden.

    Es ist das Dauerthema der Kickers-Rückrunde: Die späten Gegentore. Eine Erklärung konnte oder wollte Trainer Hollerbach ... Foto: Frank Scheuring (foto2press)

    Es ist das Dauerthema der Kickers-Rückrunde: Die nunmehr zehn späten Gegentore ab der 80. Minute, die den Würzburger Fußball-Zweitligisten zwölf Punkte kosteten und die somit hauptverantwortlich dafür sind, dass die Rothosen nach einer starken ersten Saisonhälfte in arge Abstiegsnot geraten sind. Eine rechte Erklärung für die Schwächen in der Schlussphase konnte oder wollte Trainer Bernd Hollerbach nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg nicht finden. Auf Nachfragen reagierte er genervt. Wo könnten die Gründe liegen? Wir spekulieren:

    Die Kondition

    Wie bitte? Bernd Hollerbach ist doch der Ex-Co-Trainer von Fitness-Guru Felix Magath und für sein hartes Training bekannt. Außerdem hat er mit Fitnesscoach Werner Leuthard auch noch einen echten Fachmann an Bord. Stimmt! Wenn Hollerbach immer wieder auf die Laufleistung seiner Mannschaft verweist, sprechen die Fakten oft für ihn. Auch am Sonntag liefen die Kickers (112,72 Kilometer) mehr als die Nürnberger (111,05 Kilometer). Doch genau da könnte ein Problem liegen. Die Kickers müssen mehr Laufarbeit leisten als die Kontrahenten. Das wiederum liegt daran, dass die Gegner meist den Ball laufen lassen, während die Kickers hinterherlaufen. Das kostet Kraft und in der entscheidenden Phase wohl auch Konzentration.

    Die Ballsicherheit

    Die Kickers geraten regelmäßig in der zweiten Halbzeit unter Dauerdruck. Auch eine Folge dessen, dass es kaum entlastenden Ballbesitz gibt. Das Spielgerät landet zu schnell in den Reihen des Gegners. Oft durch Fehlpässe. Am Sonntag hatten die Würzburger eine Fehlpassquote von 39,5 Prozent. Beim Club kamen nur 28,8 Prozent der Pässe nicht an.

    Die Angst

    Von einem „Kopfproblem“ wollte Hollerbach in der Vergangenheit nie sprechen. Inzwischen verfestigt sich aber der Eindruck, dass die Kickers bei knappen Spielständen vor Gegentoren zittern. Die Mannschaft igelt sich ein. Vom „mutigen Auftreten“, von dem Hollerbach oft spricht, ist dann nichts mehr zu sehen. Es ist müßig, über jeden taktischen Gedanken des Trainers zu diskutieren. Unterm Strich bleibt aber der Eindruck, dass Hollerbach mit seinen Wechseln oft ein Signal sendet, das da lautet: Wir wollen das Ergebnis halten. Das war auch gegen den Club nicht anders, als in der Pause mit Junior Diaz ein Defensivmann für den offensiven Daniel Nagy kam. Auch wenn Rico Benatelli aus dem Mittelfeld in die Spitze rückte, auch wenn Flügelflitzer Peter Kurzweg betont: „Wir wollten so weitermachen, wie in der ersten Hälfte.“ Geklappt hat das nicht.

    Das Restprogramm im Abstiegskampf

    FC St. Pauli (11. Rang/35 Punkte)

    FC Heidenheim (Heim), 1. FC Kaiserslautern (Auswärts), SpVgg Greuther Fürth (H), VfL Bochum (A).

    Fortuna Düsseldorf (12./35)

    Hannover 96 (A), FC Würzburger Kickers (H), 1. FC Nürnberg (A), FC Erzgebirge Aue (H).

    1. FC Kaiserslautern (13./35)

    Karlsruher SC (A), FC St. Pauli (H), FC Erzgebirge Aue (A), 1. FC Nürnberg (H).

    FC Würzburger Kickers (14./33)

    Erzgebirge Aue (A, Sonntag, 30. April, 13.30 Uhr), Fortuna Düsseldorf (A, Samstag, 6. Mai, 13 Uhr), SV Sandhausen (H, Sonntag, 14. Mai, 15.30 Uhr), VfB Stuttgart (A, Sonntag, 21. Mai, 15.30 Uhr).

    TSV 1860 München (15./33)

    Eintracht Braunschweig (H), Dynamo Dresden (A), VfL Bochum (H), 1. FC Heidenheim (A).

    FC Erzgebirge Aue (16./33)

    FC Würzburger Kickers (H), VfB Stuttgart (A), 1. FC Kaiserslautern (H), Fortuna Düsseldorf (A).

    Arminia Bielefeld (17./31)

    SpVgg Greuther Fürth (H), VfL Bochum (A), Eintracht Braunschweig (H), Dynamo Dresden (A).

    Karlsruher SC (18./22)

    1. FC Kaiserslautern (H), SpVgg Greuther Fürth (A), Dynamo Dresden (H), Eintracht Braunschweig (A).

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