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    BASKETBALL: BUNDESLIGA, MÄNNER

    Baskets gehen auf die letzte Dienstreise der Saison

    Die Würzburger haben sich für die letzen drei Spiele noch einiges vorgenommen.

    Baskets Headcoach Dirk Bauermann setzt auch im Spiel gegen Braunschweig wieder auf den zuletzt stark aufspielenden Micha... Foto: Heiko Becker (HMB Media/ Heiko Becker)

    Die letzte Dienstreise der Saison 2016/17 steht für die Erstliga-Korbjäger von s.Oliver Würzburg (14. Platz/16:42 Punkte) an, und damit auch die letzte Chance, die arg triste Auswärtsbilanz noch etwas aufzuhübschen. Nur zwei Siege gelangen den Baskets in dieser Runde in fremder Halle, mit Tübingen (15./12:46) und Vechta (17./4:54) gegen zwei Klubs, die in der Tabelle noch hinter den Würzburgern angesiedelt sind. Der dritte Verein, auf den dies zutrifft, ist nun am Sonntag Gastgeber für die Schützlinge von Dirk Bauermann, der seinerseits noch auf den ersten Auswärtssieg als Baskets-Cheftrainer seit Amtsanritt am 31. Dezember 2016 wartet.

    Bei den Basketball Löwen Braunschweig (16./12:46) geht es für sein Team aber auch darum, den jüngsten Aufwärtstrend fortzusetzen: „Wir wollen an den letzten Spieltagen die guten Leistungen der letzten Spiele bestätigen und alles dafür tun, alle drei zu gewinnen. Die, denen man jedes Prozent Leistung aus der Nase kitzeln müsste, würden sich selbst ins Knie schießen. Aber alle ziehen mit.“

    Basketball Löwen Braunschweig – s.Oliver Würzburg

    (Sonntag, 23. April 2017, 15.30 Uhr, Volkswagenhalle)
     

    Schlechtest ausgelastete Halle der Liga

    Wie ernst die Würzburger die Begegnung nehmen, belegt die Tatsache, dass sie sich bereits am Samstag auf den Weg nach Niedersachsen machen und dort abends noch in der 6000 Zuschauer fassenden Volkswagenhalle trainieren. Ganz so gespenstisch leer wie während der Übungseinheit dürfte es am Spieltag dann nicht sein. Aber gerade einmal 2490 Zuschauer besuchen im Schnitt die Löwen-Partien. Mit einer Auslastung von 40,8 Prozent ist die Halle die mit Abstand am schlechtesten besuchte in der Liga. Gegen Bonn war sie zuletzt nur zu einem Drittel gefüllt, viel mehr dürfte es auch gegen Würzburg nicht werden. „Es wird für die Spieler eine ungewohnte Atmosphäre werden“ sagt Bauermann, für den es ein Wiedersehen mit Franz Menz geben wird. Der Baskets-Headcoach holte den heutigen Löwen-Dompteur einst als A2-Nationaltrainer zum Deutschen Basketball-Bund. Bei der EM in Litauen 2011 war er zusammen mit Denis Wucherer sein Assistent.

    Carlos Medlock beweist Erstligatauglichkeit

    Die Braunschweiger, vor der Saison nach einer drastischen Etat-Kürzung von nicht wenigen Experten als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, sicherten sich jüngst mit zwei Siegen gegen Vechta (87:73) und einem überraschenden 92:84 gegen Play-off-Anwärter Bonn frühzeitig den Klassenerhalt. Garant des Liga-Verbleibs war neben US-Flügelspieler Dyshawn Pierre (13,8 Punkte/7,6 Rebounds) vor allem Carlos Medlock, der vor zwei Jahren die Würzburger aus der ProA zurück in die BBL geführt hatte. Dass der US-Spielmacher, der an diesem Samstag seinen 30. Geburtstag feiert, auch erste Liga kann, beweist er eindrucksvoll in Löwen-Dress, wo er es durchschnittlich auf 14,1 Punkte und 4,2 Korbvorlagen bringt und 41,8 Prozent seiner Drei-Punkte-Würfe versenkt. „Wir brauchen am Sonntag vorne wie hinten wieder eine Leistung auf hohem Niveau und müssen alle Energie mobilisieren, die wir haben“, sagt Bauermann, der dabei wieder auf den zuletzt stark aufspielenden Michael Cobbins setzt. Der US-Center, der aufgrund der inzwischen auskurierten Erkrankung von Kapitän Kresimir Loncar zuletzt deutlich mehr Spielanteile erhielt, nutzte seine Chance.

    „Wir wollen an den letzten Spieltagen die guten Leistungen der letzten Spiele bestätigen und alles dafür tun, alle drei Spiele zu gewinnen.“
    Dirk Bauermann, Headcoach der s.Oliver Baskets

    Mit spektakulären Dunkings sorgte der 24-Jährige in den Heimpartien gegen Ulm und Bremerhaven für die Höhepunkte, die ihm gleich zwei Platzierungen in den „Top 10 des Spieltags“ auf telekombasketball.de einbrachten. „Michael gibt uns nicht nur Länge und Athletik, sondern ist auch ein emotionaler Typ, der Fans und Mitspieler mitreißt und sich nicht hinter der Fassade des Coolen versteckt“, sagt Bauermann.

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