• aktualisiert:

    BASKETBALL: BUNDESLIGA MÄNNER

    Dirk Bauermann appelliert an die Fans

    Bundesligist s. Oliver Würzburg ist rund um Weihnachten gleich zweimal gefordert.

    „Es gibt Situationen, da sind die Fans noch wichtiger als sowieso schon, und jetzt ist so eine“, sagt Baskets-Coach Dirk... Foto: Becker

    s.Oliver Würzburg – MHP Riesen Ludwigsburg (Samstag, 18 Uhr, s.Oliver Arena)

    Oettinger Rockets – s.Oliver Würzburg (Dienstag, 17.30 Uhr, Messe Erfurt)

    Die Einstimmung auf Weihnachten wollte auch Basketball-Bundesligist s. Oliver Würzburg (10. Platz/12:14 Punkte) fernab von Hektik und Trubel ein wenig besinnlich und beschaulich gestalten. Zum „X-Mas Fantalk“ hatte der Klub am Freitagabend in und vor die s. Oliver Arena eingeladen. Bei Glühwein, Punsch und Pizza aus einem „Foodtruck“ gab es nach dem abendlichen Training eine Autogrammstunde mit allen Korbjägern, Cheftrainer Dirk Bauermann sowie die beiden Geschäftsführer Steffen Liebler und Gunars Balodis standen den Besuchern Rede und Antwort.

    Verhaltene Stimmung

    Es dürfte jedoch nicht nur die nahenden Feiertagen sein, die die Baskets und ihre Anhänger vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen die MHP Riesen Ludwigsburg (3./18:4, Liveticker auf www.mainpost.de) näher zusammenrücken lassen sollen. Zuletzt beim Heimspiel vor 14 Tagen gegen Alba Berlin (74:90) war die Stimmung verhalten wie lange nicht mehr. Im letzten Spielabschnitt, als den Gastgebern das Spiel zusehends aus den Händen glitt, gab es kaum noch Anfeuerung von den Rängen, selbst die Treuesten der Treuen im Block F hatten das Trommeln weitgehend eingestellt.

    Stattdessen waren vereinzelt Pfiffe und Unmutsbekundungen zu vernehmen.

    Unterstützung wichtig

    Bauermann hatte dies auch kritisch in der Pressekonferenz angemerkt, und in dieser Woche nochmal deutlich gemacht, wie wichtig die Unterstützung für die Mannschaft gerade in schwierigen Momenten ist: „Zuletzt in Bayreuth und Ulm haben deren Zuschauer sicher auch entscheidend dazu beigetragen, die beiden knappen Spiele gegen uns zu gewinnen. Es gibt Situationen, da sind die Fans noch wichtiger als sowieso schon, und jetzt ist so eine. Ich habe nicht die Erwartung, aber die Hoffnung, dass alle zusammenstehen, für eine dichte Atmosphäre sorgen und die Halle gegen Ludwigsburg wieder in die bekannte Turnhölle verwandeln.“

    Druck gewachsen

    Der ehemalige Bundestrainer spürt, dass der Druck die letzten Wochen gewachsen ist. Der furiose Saisonstart mit fünf Siegen, darunter zum Auftakt gegen Meister Bamberg und beim FC Bayern, hat Erwartungen geweckt, die zuletzt enttäuscht wurden. Acht der letzten neun Bundesliga-Partien haben die Würzburger verloren, vier Punkte beträgt bereits der Rückstand auf die Play-off-Plätze. Doch Bauermann wird nicht müde zu betonen, dass die Auftritte seiner Schützlinge in den vergangenen Wochen zum Großteil absolut in Ordnung, nur eben die Ergebnisse nicht entsprechend waren.

    Kämpferisch und zuversichtlich

    Und so zeigt sich der 60-Jährige auch vor dem Aufeinandertreffen mit den diese Saison erst zweimal in der Liga besiegten Ludwigsburgern (siehe „Starting5“) kämpferisch und zuversichtlich: „Ludwigsburg spielt eine starke Saison. Aber was die Leistung angeht, brauchen wir uns überhaupt nicht verstecken. Auch Ludwigsburg ist nicht unbesiegbar. Wir haben in Ulm eine hervorragende Leistung geboten, die am Ende leider wieder nicht belohnt wurde. Wenn wir da weitermachen, dann haben wir gegen Ludwigsburg eine gute Chance.“

    Debüt im Baskets-Dress

    Sein Debüt im Baskets-Dress dürfte der am Donnerstag verpflichtete Center Owen Klassen feiern (wir berichteten). Der 2,08 Meter große kanadische Nationalspieler spielte mit seinem Ex-Klub Thessaloniki diese Saison bereits zweimal gegen die Schwaben und hat Respekt vor den Ludwigsburgern: „Sie haben eine sehr gute Mannschaft, die den Gegner ständig unter Druck setzt und viele Offensivrebounds holt. Wenn man gegen Ludwigsburg erfolgreich sein will, muss man mental stark sein, dem Druck standhalten und sein eigenes Spiel durchziehen.“

    Nur noch wenige Karten

    Für s. Oliver Würzburg ist das Heimspiel gegen Ludwigsburg, für das es Freitag nur noch wenige Stehplatz-Karten gab, der Auftakt einer Woche mit drei Spielen innerhalb von sechs Tagen. Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag (17.30 Uhr, Liveticker auf www.mainpost.de) sind die Baskets beim Aufsteiger und aktuellen Tabellen-Vorletzten Oettinger Rockets (17./4:22) in Erfurt gefordert. Drei Tage später gastieren im letzten Spiel des Jahres am Freitag, 29. Dezember, die Fraport Skyliners Frankfurt (4./18:8) mit dem ehemaligen Würzburger Trainer Gordon Herbert um 19 Uhr in der s.Oliver Arena.

     

     

    Lesen Sie hier: Fünf Fakten zu Ludwigsburg

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!