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    HÖCHBERG

    Rimpar kassiert eine Klatsche

    Trainer Harald Funsch nimmt das 1:5 bei Spitzenreiter Abtswind gelassen

    Laufduell: Rimpars Kevin Weidner (links) eilt Abtswinds Frank Hartlehnert hinterher. Foto: Andreas Stöckinger

    TSV Abtswind – ASV Rimpar 5:1 (3:0)

    Mit einer 5:1-Klatsche hat Landesliga-Tabellenführer TSV Abtswind den ASV Rimpar nach Hause geschickt. Eine Niederlage dieser Dimension ist für den gegnerischen Trainer in der Regel kein Grund, hinterher gut gelaunt zu sein. Beim Rimparer Harald Funsch war es anders, er zeigte sich auf der Pressekonferenz nach dem Spiel als launiger und gut aufgelegter Verlierer. „Sie erleben mich relativ gelassen hier“, sagte er. Nach Abtswind müsse in der Saison jeder mal. „Ich habe es hinter mir.“ Das klang schon nach Fatalismus.

    Später benannte er auf eine Frage aus Reihen der Zuhörer die einfache Ursache für die Klatsche. Realistisch gesehen sei Abtswind einfach in fast allen Dingen überlegen gewesen. „Im Zweikampfverhalten, Abschluss und im Strafraum hatte Abtswind mehr Qualität“, fand Funsch. Zum Ende des letzten Abtswinder Heimspiels in diesem Jahr hob er sein gutes Verhältnis zu den Abtswindern und Kollege Petr Škarabela hervor – und verteilte sogar ein vorweihnachtliches Lob. Er wünsche dem Verein den Titel und den Aufstieg in die Bayernliga.

    „Ihr seid einfach dran. Es ist nicht leicht, immer wieder vorn dabei zu sein und immer wieder vorn anzugreifen.“ So etwas hörte man gerne in Abtswind, wo es eine Woche vorher nach einer 2:4-Heimniederlage gegen Euerbach noch enttäuschte Gesichter gegeben hatte.

    Bis die Abtswinder in der Partie bei nasskaltem und typischem November-Wetter auf gut bespielbarem Rasen vorne richtig Schwung bekamen, hatte es eine Zeit lang gedauert. Rimpar stand kompakt und machte es dem behäbigen Gegner schwer. Torjäger Pascal Kamolz war es der den Bann letztlich brach (29.). Sein 1:0 sollte der Startschuss für seine bis dato nicht in Schwung gekommene Elf sein. ASV-Kapitän Andreas Hetterich scheiterte zweimal knapp an TSV-Schlussmann Julian Schneider, nur kurz darauf veredelte Hartlehnert einen von Daniel Endres quer gelegten Ball per Billard-Flachschuss, der von Pfosten zu Pfosten und dann ins Tor zum 2:0 sprang (39.). Abtswind nutzte die kurzzeitige Schwächephase des Gegners kühl und legte das dritte Tor nach. Als sich Rimpars Torwart Patrick Meier beim Herauslaufen verschätzte und gegen Endres ausrutschte, brauchte der nur querzulegen auf Kamolz, und es hieß zur Halbzeit 3:0.

    Feierabend war für die Gäste aber noch nicht. Mit Beginn der zweiten Hälfte hatten sie ihre beste Zeit. TSV-Torwart Schneider parierte erst gegen Robert Schmidt (48.), und Julian Wa-genhäusers Tor wurde wegen Abseits nicht gegeben (57.). Doch dann traf Philipp Löw per Abstauber nach abgewehrtem Kopfball Rüttigers zum 1:3 (60.). Abtswind antwortete im Stil einer Spitzenmannschaft – auch weil Rimpar seine Defensive etwas öffnen musste. Erst bewies Daniel Endres bei seinem 4:1, dass er im Duo mit Pascal Kamolz vorne funktioniert. Er köpfte die Flanke Jürgen Endres' zum 4:1 in die Maschen (66.). Schließlich legte Kamolz ein Viertelstündchen vor Abpfiff seinen dritten Treffer drauf zum 5:1 (76.).

     

    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Meier – Weidner, Moskwiak, Eck, Yaman (80. Cesf), Brennecke, Özdemir, Weidner, Rüttiger, Löw (74. Schmidt), Wagenhäuser (58. Böhm), Hetterich.

    Schiedsrichter: Bär (Kronach).

    Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Pascal Kamolz (29.), 2:0 Frank Hartlehnert (39.), 3:0 Pascal Kamolz (42.), 3:1 Philip Löw (60.), 4:1 Daniel Endres (66.), 5:1 Pascal Kamolz (70.).

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