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    HANDBALL: ZWEITE BUNDESLIGA

    Rimpars Handballer zurück in der Erfolgsspur

    Die Wölfe haben am Samstagabend gegen Konstanz nach zuletzt zwei Pleiten vor heimischem Publikum wieder gewonnen. Allerdings haben sie noch Luft nach oben.

    v.li.: Tom Wolf (HSG Konstanz), Sebastian Kraus (DJK Rimpar Wölfe), Chris Berchtenbreiter (HSG Konstanz) Foto: Frank Scheuring (foto2press.de)

    Nach zuletzt zwei Pleiten binnen drei Tagen haben Rimpars Zweitliga-Handballer mit einem ungefährdeten 30:23 (17:9)-Heimsieg die richtige Antwort gegeben. Die HSG Konstanz hatte am Samstagabend vor 1401 Zuschauer in der s.Oliver Arena nicht den Hauch einer Chance. Das Ergebnis hätte durchaus noch höher ausfallen können, wenn nicht müssen.

    Gelungene Rückkehr der Wölfe

    DJK-Trainer Matthias Obinger hatte von seiner Sieben eine Reaktion auf die Heimniederlage vom Einheitsfeiertag gefordert, er wollte die Fans wieder frohlocken lassen – und natürlich auch etwas fürs angeknackste Punktekonto tun. Seine Mannschaft war offensichtlich einer Meinung mit ihm. Das Match begann ähnlich gut wie gegen Dessau-Roßlau – mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass nicht die Konstanz der Rimparer nachließ, sondern die Konstanzer Sieben.

    Im Angriff hatten die Südbadener bis auf ein paar gute Aktionen von Paul Kaletsch und zwei Abschlüssen von Kreisläufer Chris Berchtenbreiter vor der Pause nichts zu bestellen. Der nach einer hartnäckigen Erkältung wiedergenese Max Brustmann hielt in gewohnter Manier die Bälle, die durch die 6:0-Deckung hindurchkamen. Vorne sprühten vor allem die DJK-Rückraumwerfer Steffen Kaufmann, Benedikt Brielmeier und Patrick Schmidt nur so vor Tatendrang. „Wir konnten leider in der ersten Hälfte nicht dagegenhalten. In der Abwehr haben wir nicht den Zugriff auf den kompletten Rückraum gefunden“, sagte André Melchert, sportlicher Leiter und Co-Trainer der Konstanzer: „Die zweite Halbzeit war offener. Da haben wir es auch im Angriff geschafft, uns im Eins-zu-Eins durchzusetzen, sind dann entweder zu Torerfolgen oder Siebenmetern gekommen. Aber der Rückstand aus der ersten Halbzeit war einfach zu hoch.“

    „Am Ende ist das Spiel dahingeplätschert"

    Nach dem Seitenwechsel hatte HSG-Coach Daniel Eblen einige Änderungen in der Abwehr vorgenommen. Für Stefan Hanemann kam Konstantin Poltrum zwischen die Pfosten der Gäste. Tim Jud rückte an die Spitze eines umgestellten 5:1-Deckungsverbund. Viel bringen sollte es zunächst nicht. Bis zur 46. Minuten warfen Kaufmann und Co. einen Zehn-Tore-Vorsprung heraus.

    Bis kurz vor dem Ertönen der Schlusssirene hielten die Wölfe diesen Abstand, ohne ihn weiter auszubauen. Dann verkürzten die Konstanzer mit drei verwandelten Siebenmetern noch auf 23:30. „Wir haben sehr fokussiert auf dieses Spiel hingearbeitet und uns in der Abwehr deutlich gesteigert", sagte DJK-Coach Matthias Obinger: „Mit der zweiten Hälfte bin ich aber nur bedingt zufrieden. Am Ende ist das Spiel dahingeplätschert. Wir müssen lernen, wieder 60 Minuten Gas zu geben."

    Die Statistik des Spiels

    Rimpar: Brustmann (1.-60.), Wieser (n.e.) – Kraus 1, Schmitt, Schömig 1, Böhm 1, Karle 1, Gempp 2, Schäffer 5, Schmidt 4/2, Kaufmann 7, Meyer, Brielmeier 4, Herth 1, Sauer 3.
    Konstanz: Poltrum (31.-60.), Hanemann (1.-30.) – Schweda, Riedel 5, Wolf 5/5, Kaletsch 4, Krüger 1, Maier-Hasselmann 1, Gäßler, Jud 3/1, Berchtenbreiter 3, Schwarz, Bösing, Klingler 1, Heil.
    Spielfilm: 3:1 (7.), 7:3 (14.), 10:5 (21.), 14:7 (25.), 17:9 (Halbzeit), 19:12 (36.), 25:15 (46.), 30:20 (55.), 30:23 (Endstand). Siebenmeter: 3/2 – 10/6.
    Zeitstrafen: 4:2.
    Schiedsrichter: Frederic Linker/Sascha Schmidt (Herne/Bochum).
    Zuschauer: 1401.

    JÖRG RIEGER

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