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    REITEN

    Glücksspringen als Hingucker

    Rund 200 Reiter, mehr als 350 Pferde und fast 900 Zuschauer beim Kiliani Reit- und Springturnier

    Bei bestem Wetter fand am vergangenen Wochenende zum 68. Mal das alljährlich vom Reit- und Fahrsportverein Würzburg und Umgebung e.V. ausgetragene Kiliani Reit- und Springturnier auf der Anlage an der Mergentheimer Straße statt – traditionell zeitgleich zum bekannten Volksfest auf der Talavera. In diesem Jahr fanden rund 200 Reiter und mehr als 350 Pferde aus einem Umkreis von knapp 200 Kilometer den Weg nach Würzburg und machten das Turnier wieder zu einem vollen Erfolg, freute sich der erste Vorsitzende, Jochen Klingler. Insgesamt bis zu 900 Zuschauer zählten die Verantwortlichen übers Wochenende.

    In circa 20 verschiedenen Wertungsprüfungen konnten sich sowohl junge als auch erfahrene Reiter messen. Die Podestplätze sicherten sich wie schon in den vergangenen Jahren zumeist auswärtige Reiter. Aus der Stadt und dem Umland von Würzburg hielt sich die Anzahl der Starter abermals in Grenzen, wenngleich Klingler betonte, dass die Tendenz steigend ist.

    Die Höhepunkte des Wochenendes waren die zwei Springen in der Klasse S*, einmal mit Joker am Samstag beziehungsweise mit Siegerrunde am Sonntag, sowie das Glücksspringen. Die Wertungsläufe in der Klasse S* waren für Reiter und Pferd die technisch anspruchsvollsten Springen, die in Würzburg ausgetragen wurden.

    Beim Springen mit Joker bleibt am Ende des Parcours dem Reiter die Möglichkeit, einen extra Sprung zu absolvieren, ohne den die Chance auf den Sieg nur sehr gering ist. Dabei schaffte es aus der näheren Region die Dettelbacherin Hanna Schmitt auf ihrem Pferd Casido 2 auf den vierten Platz.

    Im letzten Springen des Turnieres, dem Klasse-S*-Lauf mit Siegerrunde, absolvieren die Reiter einen ersten Durchgang, bei dem sich die fehlerfreien Springer für eine Finalrunde qualifizieren.

    Einen echten Hingucker bot das Glücksspringen am Samstag. Während sich ein Reiter auf einer elektronischen Horse-Riding-Anlage halten muss, absolviert sein Partner einen Parcours mit seinem Pferd, bei dem jeder erfolgreiche Sprung doppelt so viele Punkte einbringt wie der vorherige. Dabei sicherte sich die Remlinger Reiterin Selina Schlachter mit ihrem Pferd Windspiel 263 den zweiten Platz, vor der Ochsenfurterin Luisa Keupp auf Urthe und Teresa Schenk vom Reit- und Fahrsportverein Würzburg auf Grandiana Di Gassolina.

    Für Klingler war wichtig, dass das Turnierwochenende unfallfrei und ohne Verletzungen über die Bühne gegangen ist. Er lobte auch das harmonische Zusammenwirken von allen, die das Event für die Turnierleitung, die aus ihm und Annett Herold-Behl bestand, zufriedenstellend verlaufen ließ. Ausdrücklich dankte er den vielen ehrenamtlichen Helfern aus dem Verein, die die traditionelle Veranstaltung wieder mitgestemmt hatten, seine Dankbarkeit aus.

    Würzburger Reiter in den Top Drei

    Stilspringen Kl. A* (10/1): 2. Konstanze Meyer auf Papageno 92; 3. Steffen Mellinger auf Maxx Schmeling.

    Stilspringprüfung Kl. A* (10/2): 1. Selina Schlachter (Windspiel 263).

    Michael Endres

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