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    FUßBALL

    Schmierereien beim WFV: #einfachmalseinlassen

    Der Vorstand Marketing empört sich über die Verunstaltung der Sepp-Endres-Sportanlage. Und er hat einen Verdacht.

    Zu den Schmierereien, die seit vergangener Woche auf den Wänden der Tribüne des Würzburger Fußballvereins sowie in der Trautenauer Straße prangen, hat jetzt der Vorstand Marketing, Matthias Zink, Stellung bezogen. Unbekannte hatten mit roter Farbe unter anderem den Satz „Kommt zur SM (Stadtmeisterschaft, Anm. d. Red.)!!!“ und „B-Block“ gesprüht. Die Verantwortlichen des WFV haben bereits Anzeige gegen Unbekannt erstattet, gehen aber davon aus, dass die Übeltäter aus dem Umfeld des FC Würzburger Kickers stammen.

    „Es bedarf wohl einer besonderen Sorte Mensch, die der Meinung ist, sie müsse ihre Zuneigung zu ihrem Verein besonders plakativ nach außen tragen“, schreibt Zink in einer E-Mail an diese Redaktion und stellt die Frage: „Reichen da nicht die bereits umfangreich genutzten Werbemöglichkeiten?“ Egal aus welcher Richtung man nach Würzburg fahre, werde man durch große Banner auf das nächste Heimspiel aufmerksam gemacht. „Leider sind manche Anhänger wohl der Meinung, sie müssen durch zusätzliche Werbemaßnahmen ihren Verein unterstützen. Nichts gegen nach außen getragene Unterstützung, allerdings sollte dabei der Respekt vor fremdem Eigentum gewahrt bleiben“, so Zink.

    Derlei Schmierereien zu entfernen sei „mühselig und nicht gerade billig“. Er fordert: „Hier sollte auch von Seiten der Vereine Stellung bezogen werden, damit es bei der eigenen Anhängerschaft vielleicht verstanden wird, dass kein Verein eine solche ,Unterstützung' haben will.“ Es sei schon eine bestimmte Art von Fans, "die hier der Meinung ist, tun und lassen zu können was sie will“, so Zink, der auch schreibt, dass ihm noch keine Wandschmiererei von Baskets oder Wölfen in Würzburg aufgefallen sei. Dem Täter, so der Vorstand Marketing, solle klar sein, dass es sich bei der Schmiererei nicht nur um Sachbeschädigung, sondern auch um Hausfriedensbuch handle. Sein Schreiben schließt mit dem einprägsamen Hashtag #einfachmalseinlassen.

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