• aktualisiert:

    FUßBALL: ZWEITE BUNDESLIGA

    Wulnikowski fällt lange aus

    Nach dem Kreuzbandriss des 39-Jährigen rückt der Österreicher Jörg Siebenhandl in den Blickpunkt. Beim 1:2 in München konnte der 27–Jährige durchaus überzeugen.

    Die schmerzhafte Gewissheit gab es am Sonntagmittag. Torhüter Robert Wulnikowski wird den Würzburger Kickers im Abstiegskampf der Zweiten Fußball-Bundesliga lange fehlen – vermutlich ist die Saison für den 39–Jährigen beendet. Der Routinier, derzeit der älteste Akteur in den deutschen Profiligen, hat sich am Freitagabend bei der 1:2-Niederlage beim TSV 1860 München einen Anriss des hinteren Kreuzbands im rechten Knie zugezogen. Der Würzburger Keeper war kurz vor Ende der ersten Spielhälfte nach einem Zweikampf mit dem Münchner Aboulaye Ba unglücklich aufgekommen und musste bereits zur Pause ausgewechselt werden.

    Für die Kickers ist die Diagnose ein Schock. Schließlich war Wulnikowski, der 2014 zum damaligen Regionalligisten an den Dallenberg gewechselt war, auf und neben dem Platz eine Führungsfigur. Erst im Februar hatte Wulnikowski seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um eine Saison verlängert. „Unser Aufstiegsheld kann sich der Unterstützung durch die Kickers-Familie gewiss sein. Wir werden ihm selbstverständlich auch die Zeit geben, die er benötigt, um wieder voll fit zu werden“, wird Kickers-Trainer Bernd Hollerbach auf der Internetseite des Klubs zitiert.

    Mit Wulnikowskis Verletzung tritt Jörg Siebenhandl ins Rampenlicht. Der 27-jährige Österreicher war im Sommer vom Erstligisten Admira Wacker Mödling, der sich in der vergangene Woche in FC Flyeralarm Admira Wacker umbenannt hat, nach Würzburg gewechselt. Der gemeinsame Sponsor beider Klubs hatte den Wechsel Siebenhandls, der in Österreich als Nationalmannschaftskandidat gehandelt worden war, befördert. Bei seinem Liga-Debüt musste Siebenhandl zweimal hinter sich greifen, war bei den Gegentoren aber chancenlos. Als 1860-Akteur Stefan Aigner in der Schlussphase bei einem Konter alleine aufs Kickers-Tor zustürmte, parierte Siebenhandl stark.

    Nicht nur Wulnikowski hatte am Freitag angeschlagen den Platz verlassen müssen. Auch Tobias Schröck musste etwa zehn Minuten mit Adduktorenproblemen passen. „Da müssen wir von Tag zu Tag schauen, wie sich das weiterentwickelt“, so Hollerbach, der nach der Partie ein Lob vom umstrittenen 1860-Investor erhielt.

    Auf seiner Facebook-Seite schreibt der Löwen-Geldgeber: „Viel Glück für die Zukunft wünsche ich an dieser Stelle auch dem äußerst sympathischen Würzburger Trainer Bernd Hollerbach, der im Gegensatz zu manch anderem Konkurrenten unser Projekt wohlwollend beurteilt hat. Das zeugt von sportlicher und menschlicher Größe. Danke!“

    Weitere Artikel

    Kommentare (1)

    Kommentar Verfassen

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!