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    FUßBALL: ZWEITE BUNDESLIGA

    Trainer Hollerbachs Sehnsucht nach einem Sieg

    Ist das Spiel der Kickers gegen den Club nun ein Derby? Bernd Hollerbach hat dazu eine klare Meinung und hofft auf den Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

    Dieser Vergleich mit dem 1. FC Nürnberg ist für die Würzburger Kickers in dieser ersten Zweitliga-Saison seit fast 40 Jahren schon etwas Besonderes. Da gibt es auch für Trainer Bernd Hollerbach keinen Zweifel: „Viele sind bisher, wenn sie irgendwie Fußball schauen wollten, nach Nürnberg gefahren. Jetzt kommt der Club hierher. Natürlich ist das etwas Tolles“, sagt er. Dass man in Nürnberg aber partout nicht von einem Derby sprechen will, kann Hollerbach durchaus verstehen: „Das ist ja auch keins. Dieses Spiel hat es schon sehr lange nicht mehr gegeben. Das ist ein fränkisches Nachbarschaftsduell. Das Derby für den Club ist das Spiel gegen Fürth. Das ist doch klar.“

    Brisanz gewinnt die Partie alleine schon aus der Tabellenkonstellation. Die Kickers stehen in ihrem vorletzten Heimspiel dieser Saison nach zwölf sieglosen Rückrundenpartien unter Zugzwang. „Wir sehnen uns alle danach, ein Spiel zu gewinnen“, sagt Hollerbach. Gleichwohl hat der Kickers-Coach auch beim offensiv arg harmlosen Auftritt in St. Pauli (0:1) durchaus positive Ansätze gesehen. „Wir haben hier schwierige Bedingungen. Das ist vielleicht mit Darmstadt in der ersten Liga zu vergleichen. Deshalb finde ich die Art und Weise, wie meine Mannschaft auftritt, noch immer in Ordnung.“

    Um gegen den, nach Hollerbachs Auffassung, „unberechenbaren“, Club den erhofften Befreiungsschlag zu landen, braucht es aber, das hat der Kickers-Coach auch längst festgestellt, vor allem eine Steigerung im Offensivspiel. „Wir müssen im vorderen Bereich zulegen“, stellt er fest. Ob das auch bedeutet, dass er am Sonntag (13.30 Uhr) in der ausverkauften Flyeralarm Arena wieder Elia Soriano, der zuletzt in St. Pauli und gegen Hannover bei Anpfiff auf der Bank schmorte, das Vertrauen schenkt? Ob erneut Marco Königs von Beginn an im Sturm spielt – oder gar beide zusammen auflaufen? Hollerbach lässt sich, wie gewohnt, nicht in die Karten blicken und wirft noch einen weiteren Namen ins Feld: „Daniel Nagy könnte auch Stürmer spielen.“ Verändern muss Hollerbach in jedem Fall seine Mittelfeldformation mit Tobias Schröck und Emanuel Taffertshofer fallen gleich zwei der zweikampfstärksten Kickers-Akteure gelbgesperrt aus.

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