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    BASKETBALL: BUNDESLIGA

    Starting5: Fünf Fakten zu Ludwigsburg

    Fünf Fakten zu den MHP Riesen Ludwigsburg

    Kehrt mit Ludwigsburg an seine alte Wirkungsstätte zurück: Basketball-Trainer John Patrick Foto: Stefan Puchner (dpa)

    Der Klub

    26 Pflichtspiele – 22 Siege: Die MHP Riesen Ludwigsburg dürfen bislang auf eine eindrucksvoll verlaufende Saison zurückblicken. Zu den 13 Erfolgen in der „Fiba ChampionsLeague“ (bei zwei Niederlagen) kommen noch neun Bundesliga-Siege aus bislang elf Partien hinzu. Der Höhenflug kommt auch deshalb überraschend, weil der Kader gegenüber der Vorsaison auf gleich elf Positionen umgebaut wurde, was die Fachzeitschrift „BiG“ vor Saisonbeginn unken lies: „Das neue Team ist schwächer besetzt als das im Vorjahr. Sollte Patrick keine hochkarätigen Verpflichtungen mehr tätigen, verpassen die Riesen die Play-offs.“ Aktuell deutet alles darauf hin, dass die Serie hält, denn seit 2014 erreichten die Schwaben vier Mal in Folge die Endrunde der besten acht Hauptrunden-Teams, nachdem sie 2013 nur dank einer Wildcard den Absturz in die Zweitklassigkeit verhindert hatten.

    Der Trainer

    Noch immer ist sein Name eng verbunden mit dem größten Erfolg des Würzburger Basketballs. In der Saison 2011/12 führte John Patrick als Cheftrainer die gerade aufgestiegenen s.Oliver Baskets überraschend auf Rang sechs nach der regulären Saison und eliminierte in den anschließenden Play-offs sensationell Alba Berlin mit 3:1; erst im Halbfinale gegen Ulm war Schluss. Über die Gründe der anschließenden Trennung von den Baskets gibt es bis heute keine offiziellen Verlautbarungen. Der Erfolg war allerdings keine Eintagsfliege: Denn wann immer der 49-Jährige, 2009 und 2010 „Trainer des Jahres“ in der Basketball-Bundesliga, einen Kader nach seinen Vorstellungen zusammenstellen konnte, erreichte er mit seinem Team die Meisterschafts-Endrunde – neunmal seit 2009! Nur als „Feuerwehrmann“ konnte der US-Amerikaner 2013 in der Rückrunde den Abstieg der Ludwigsburger nicht mehr verhindern. Dafür sorgte er 2010 mit dem Göttinger Gewinn des EuroChallenge-Wettbewerbs für eine der größten Überraschungen der deutschen Basketball-Klubgeschichte.

    Der Schlüsselspieler

    Zwei Ex-Gießener und ein Nationalspieler sorgen unter den Körben für mächtig Beschäftigung beim jeweiligen Gegner. Das US-Duo Justin Sears und Dwayne Evans sowie der seit Wochen stark aufspielende Johannes Thiemann bringen es im Schnitt auf 30,4 Punkte und 14,7 Rebounds pro Partie. Effektivster Spieler ist US-Guard Thomas Walkup. Der 24-jährige US-Amerikaner bringt es auf durchschnittlich auf 10,2 Punkte, 4,6 Korbvorlagen,4,0 Rebounds und 1,5 Ballgewinne pro Partie.

    Die Bilanz

    Drei Siegen für s.Oliver Würzburg stehen sieben Niederlagen gegenüber. Die vergangenen vier Partien seit dem Baskets-Wiederaufstieg 2015 gingen allesamt an die Schwaben. Den jüngsten Vergleich am 1. April 2017 entschieden die Ludwigsburger mit 92:65 für sich, es war das deutlichste Resultat in den bisherigen zehn Aufeinadertreffen.

    Das Besondere

    Nicht nur für John Patrick ist das Gastspiel in Würzburg ein Rendezvous mit der Vergangenheit. Auch sein Co-Trainer Stephan Völkel kennt die s.Oliver Arena nur allzu gut. Drei Jahre war 46-Jährige in Diensten von s.Oliver Würzburg gestanden, schaffte an der Seite von Doug Spradley den Wiederaufstieg 2015 und den Play-off-Einzug 2016. Nach der Trennung von Spradley Ende Dezember 2016 war er bis Ende Juni diesen Jahres Assistent von Dirk Bauermann. Eine „Ludwigsburger Vergangenheit“ hat indes Cliff Hammonds. Der am Montag 32 Jahre alt gewordene US-Spielmacher ging vergangene Saison in 26 Spielen für die Riesen auf Korbjagd – und löste mit seinem Wechsel nach Würzburg ein verbales Scharmützel zwischen den Klubs aus. Man habe keine Chance gehabt, ihn zu halten, da er in Würzburg das Doppelte verdiene, ließ sich Patrick in der „Stuttgarter Zeitung“ zitieren – und erntete harschen Widerspruch seines Trainerkollegen: „Das sind Rechtfertigungsstrategien, die jeder Grundlage entbehren. Insofern kann man diese Aussagen ins Reich der Märchen verweisen“, so Bauermann. sam

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