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    TISCHTENNIS:REGIONALLIGA SÜD, MÄNNER

    Daniel Geist bietet Spitzenreiter die Stirn

    Wie der 42-jährige Versbacher mit seinem Coup zum Versbacher Spieler des Nachmittags avancierte.

    „Ich habe mir nur mit den leeren Bällen schwergetan, die Krmaschek zwischendrin einstreute“, sagte Versbachs Routinier D... Foto: Danzer, HMB MEdia

    Tischtennis

    Regionalliga Süd, Männer

    SB Versbach – SV Hohenstein/Ernstthal 2:9
    TB/ASV Regenstauf – TTC Holzhausen 9:3
    TTZ Sponeta – SpVgg Thalkirchen 6:9
    TSV Schwabhausen – TTC Holzhausen 9:7
    TSV Ansbach – SB DJK Rosenheim 7:9
    SV Hohenstein/Ernstthal – SpVgg Thalkirchen 9:1

    1. (1.) SV Hohenstein/Ernstthal 13 12 0 1 112 : 46 24 : 2
    2. (2.) TB/ASV Regenstauf 10 9 1 0 89 : 33 19 : 1
    3. (4.) SpVgg Thalkirchen 13 7 1 5 86 : 89 15 : 11
    4. (5.) TSV Schwabhausen 11 7 0 4 81 : 63 14 : 8
    5. (3.) Medizin Magdeburg 11 7 0 4 75 : 58 14 : 8
    6. (6.) SB Versbach 11 6 0 5 72 : 69 12 : 10
    7. (7.) SB DJK Rosenheim 11 4 1 6 64 : 80 9 : 13
    8. (8.) TTC Holzhausen 13 2 1 10 65 : 111 5 : 21
    9. (9.) TTZ Sponeta 11 2 0 9 57 : 90 4 : 18
    10. (10.) TSV Ansbach 12 0 0 12 46 : 108 0 : 24

    SB Versbach – SV SR Hohenstein-Ernstthal 2:9 (15:29). Daniel Geist ist mit Kopf und Händen zu vielem imstande. Der dienstälteste Spieler des SB Versbach kann Zahntechnik, Platten auflegen und Tischtennis. Letzteres konnte man am Wochenende in der Pleichachtalhalle sehen. Da bekam es der 42-Jährige im Regionalliga-Match gegen den SV SR Hohenstein-Ernstthal mit dem tschechischen Altmeister Roland Krmaschek (49) zu tun.

    Auf dem Papier war die Nummer eins der Gäste klarer Favorit. Doch die gefährlichen Schnittbälle des Abwehrspezialisten bereiteten Geist – sein Markenzeichen ist ein Stirnband – kaum Probleme. Der Versbacher machte das Spiel mit seinen harten Vorhand-Topspins schnell, der Ex-Nationalspieler den Plastikball mit seinem langen Noppenbelag wieder langsam. So ging es hin und her, bis der Hobby-DJ oftmals die Lücke fand. „Ich habe mir nur mit den leeren Bällen schwergetan, die Krmaschek zwischendrin einstreute“, sagte Geist, der die ersten beiden Sätze 11:4 und 11:8 für sich entscheiden konnte. Schon im dritten Durchgang hatte er einen Matchball, musste sich aber knapp mit 12:14 geschlagen geben. Im vierten Satz machte der dreifache Familienvater mit einem Freudenschrei den Sack zu.

    Dabei hatte Geist in der Vorrunde im hinteren Paarkreuz gespielt. „Es wollte keiner nach vorne. Und nachdem ich am meisten von uns trainiere, bin ich halt vorgerückt“, erklärte er. In Rosenheim holte er zum Rückrundenauftakt bereits einen Punkt, nun noch unverhoffter seinen zweiten. Geist entstammt einer Tischtennis-Familie aus Lohr am Main. Mutter Christa schlägt noch immer für Viktoria Wombach in der Landesliga auf. Vater Wolfgang ist Vorsitzender des Kreises Main-Spessart und steht für den TV Marktheidenfeld an der Platte. So oft es geht, schauen sie ihrem Sohn in Versbach zu.

    Am Samstag hätten sie wohl frohlockt, auch wenn Geist in seinem zweiten Vergleich mit dem Talent Youssef Abdel-Aziz das Nachsehen hatte – genau wie die gesamte Mannschaft gegen den spielstarken Spitzenreiter. Der Titelaspirant schien diesmal – anders als beim 6:9 im Hinspiel – unverwundbar. Vier Spiele gingen in den fünften Satz, viermal setzten sich die Karl-May-Städter durch. So fiel die Niederlage für den Sportbund mit 2:9 deutlich aus.

    Den zweiten Punkt steuerte Benjamin Rösner bei. Unter den Augen seines Vaters Steffen, Würzburger Bäckerei-Geschäftsführer, bezwang der frühere Jugendeuropameister den 17-jährigen Johann Koschmieder in vier Sätzen. Versbachs Nummer eins Andreas Ball schnupperte sowohl gegen Abdel-Aziz als auch gegen Krmaschek nach einer jeweiligen 2:1-Satzführung am Sieg. Doch beide Male musste er sich im Entscheidungssatz unglücklich geschlagen geben. So avancierte Geist mit seinem Coup über Krmaschek zum Versbacher Spieler des Nachmittags.

    Ergebnisse

    Doppel: Ball/Geist – Abdel-Aziz/Milovanov

    10:12, 5:11, 11:5, 7:11; Theissmann/Bindhammer – Krmaschek/Neumann-Manz 8:11, 10:12, 9:11; Rösner/Weinhold – Smirnov/Koschmieder 11:8, 8:11, 11:4, 10:12, 8:11.

    Einzel: Ball – Abdel-Aziz 7:11, 11:9, 11:9, 12:14, 7:11; Geist – Krmaschek 11:4, 11:8, 12:14, 12:10; Theissmann – Neumann-Manz 4:11, 6:11, 13:15; Bindhammer – Milovanov 9:11, 11:8, 11:8, 6:11, 5:11; Rösner – Koschmieder 11:5, 11:7, 3:11, 11:7; Weinhold – Smirnov 11:13, 5:11, 8:11; Ball – Krmaschek 11:6, 8:11, 12:10, 4:11, 10:12; Geist – Abdel-Aziz 8:11, 7:11, 8:11.

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