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    FUßBALL: ZWEITE BUNDESLIGA

    Was für die Kickers spricht

    Auch nach zwölf Spielen ohne Sieg gibt es Dinge, die den Kickers vor dem Vergleich mit dem Club Mut machen können.

    Zwölf Spiele ohne Sieg – da fällt es nicht leicht, selbstbewusst in das emotionsgeladene Frankenduell mit dem 1. FC Nürnberg zu gehen. Doch es gibt vor dem Vergleich am Sonntag (13.30 Uhr, Flyeralarm Arena) durchaus auch Punkte, die für den FC Würzburger Kickers sprechen. Was den Rothosen Mut machen kann:

    Die Nürnberger Auswärtsbilanz

    In der Auswärtstabelle der Zweiten Fußball-Bundesliga steht der Club als achtbestes Team auf fremden Plätzen gar nicht einmal schlecht da. 21 Auswärts-Tore sind sogar der beste Wert aller Zweitliga-Teams. Aber der Großteil dieser Treffer fiel in Zeiten, als noch ein gewisser Guido Burgstaller für Nürnberg stürmte. Zuletzt war der Club in den Stadien der Konkurrenz harmlos hoch vier. Viermal in Serie gelang dem FCN in Auswärtsspielen kein Tor. Alle vier Partien gingen für die Cluberer verloren.

    Die Defensivstärke

    Eigentlich fast überflüssig zu erwähnen, denn die Abwehr war ja schon die ganzer Saison der Trumpf der Kickers. Zuletzt hat die Würzburger Defensive – vom späten Gegentreffer in St. Pauli mal abgesehen – aber nach einem kleinen Durchhänger mit vielen Standard-Gegentoren spürbar wieder an Qualität gewonnen. Von den drei Gegentoren in den letzten vier Spielen waren mit dem verunglückten Flankenversuch des Karlsruhers Jonas Meffert und Junior Diaz Eigentor gegen Bielefeld zwei Zufallsprodukte. Die Abwehr steht, im Angriff hakt es. Dort aber sind nun auch einmal die Defensivspieler gefordert, findet Kickers-Innenverteidiger Clemens Schoppenhauer: „In der Zweiten Liga werden viele Partien durch Standards entschieden. Da muss man einfach den absoluten Willen zeigen, ein Tor zu machen. Das gilt für alle Spieler, die auf dem Platz sind.“

    Der Derbycharakter

    Ob man das Spiel zwischen den Kickers und dem Club nun Derby nennt oder nicht: Fest steht in den fränkischen Zweitliga-Vergleichen dieser Saison schneiden die Würzburger bislang besser ab als die Nürnberger. Der FCN hat noch keinen fränkischen Vergleich gewonnen, die Kickers noch keinen verloren.

    FC Würzburger Kickers – 1. FC Nürnberg (Samstag, 13.30 Uhr)

    Zum sechsten Mal in dieser Saison ist die Flyeralarm Arena ausverkauft. 12 450 dürfen am Sonntag ins Stadion. Restkarten kommen keine in den Verkauf. Die Tageskassen bleiben geschlossen. Im Internet waren zuletzt Stehplatztickets auf Ticket-Plattformen für rund 90 Euro angeboten worden. Angesichts des zu erwartenden Andrangs und der intensivierten Sicherheitskontrollen an den Eingängen raten die Kickers zu einer rechtzeitigen Anreise und dazu den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die Eintrittskarte gilt drei Stunden vor und nach dem Spiel als Fahrschein im VVM-Gebiet. Bei den Kontrollen im Eingangsbereich werden auch diesmal speziell geschulte Hunde zum Einsatz kommen, um Pyrotechnik aufzuspüren.

    ONLINE-TIPP

    Einen Liveticker direkt aus dem Stadion aber auch zum Geschehen rund um die Partie finden Sie im Internet unter: www.mainpost.de

    Fränkische Meisterschaft

    Ein Kickers-Sieg und den Würzburgern wäre die inoffizielle Frankenmeisterschaft nicht mehr zu nehmen. Das sagt zumindest die Tabelle, der nur die direkten Duelle der drei fränkischen Zweitligisten zu Grunde liegt. Der Club indes kann den letzten Platz in diesem Tableau noch nicht mal mit einem Dreier verlassen.
    Die fränkische Derbytabelle

    1. SpVgg Greuther Fürth 4 2 1 1 4:5 7 2. FC Würzburger Kickers 3 1 2 0 6:3 5 3. 1. FC Nürnberg 3 0 1 3 3:5 1

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