• aktualisiert:

    BAYREUTH / WÜRZBURG

    s.Oliver Würzburg verliert Franken-Derby in Bayreuth

    Trotz einer über weite Strecken durchaus überzeugenden Vorstellung kassierte s.Oliver Würzburg am Samstagabend eine 80:86-Niederlage gegen medi Bayreuth – und verpasste damit den Sprung auf die Play-off-Plätze.

    Abdul Gaddy (s.Oliver Würzburg, links) und De Mon Brooks (medi bayreuth). Foto: Heiko Becker

    Es war auswärts die vierte in Serie und die fünfte aus den letzten sechs Begegnungen. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe und ich denke, wir hätten es auch gewinnen können. Wir haben über 36 Minuten geführt und sehr gut gespielt. Leider haben wir uns am Ende dafür nicht belohnt. Aber kein Vorwurf an die Mannschaft, sie ist mit viel Qualität auftreten“, resümierte Baskets-Cheftrainer Dirk Bauermann.

    Bei der obligatorischen Spielervorstellung gab es viel Applaus von den Rängen für den gebürtigen Bayreuther Leon Kratzer. Der 20-Jährige bildete zusammen mit  Cliff Hammonds, Maurice Stuckey, Robin Benzing und Vytenis Lipkevicius die gegenüber der Partie vor 14 Tagen gegen den Mitteldeutschen BC die auf zwei Positionen veränderte Startformation der Baskets, die einen Blitzstart in die Partie hinlegte.

    Keine zwei Minuten waren gespielt, da führten die Gäste nach zwei Dreiern von Lipkevicius und Stuckey mit 6:0, nach 6:47 Minuten war der Vorsprung beim 15:5 erstmals zweistellig. In der Defensive rührten die Würzburger Beton an, gestatteten den Bayreuthern kaum ein Durchkommen. Vor allem Kratzer wehrte sich unter den Körben nach Kräften gegen den zuletzt stark aufspielenden Andreas Seiferth, der den verletzten Start-Center Assem Marei exzellent vertreten hatte, im weiteren Spielverlauf immer wieder Nadelstiche setzen sollte.

    Nach dem ersten Abschnitt aber lagen die bis dato selbstbewusst aufspielenden Baskets mit 20:10 in Führung. Gefühlt hätte der Vorsprung sogar noch etwas höher ausfallen können, bis auf 18:5 waren die in den Anfangsminuten davongezogen.

    Dass die Gastgeber nach dem aus ihrer Sicht gruseligem Auftakt-Viertel mit mehr Entschlossenheit würden aufs Parkett zurückkehren würden, war zu erwarten gewesen. Tatsächlich präsentierten sie sich nun viel zielstrebiger in ihren Aktionen, während bei den Baskets der anfängliche Offensiv-Fluss versiegt war.

    Nationalspieler Bastian Doreth glich die Partie per Dreier zum 28:28 (16.) wieder aus , doch ein Zwischenspurt bis zur Halbzeit brachte die Würzburger wieder leicht in Front. „Würzburg hat sehr dominant angefangen“, lobte auch Bayreuth-Trainer Raoul Korner den Auftritt der Gäste

    Beim Stand von 39:35 wurden die Seiten gewechselt, trotz einiger Hänger war es bis dahin ein durchaus überzeugender Auftritt der Bauermann-Schützlinge, die auch den besseren Start in die zweiten zwanzig Minuten erwischten. Im Angriff lief der Ball nun wieder deutlich flüssiger durch die Reihen und Kapitän Kresimir Loncar stellte die Anzeigetafel per Dreier auf 49:39.

    Auch wenn Bayreuths Gabe York jetzt heiß lief und drei Dreier in Serie versenkte, so schienen die Gäste zu diesem Zeitpunkt stets die richtige Antwort parat zu haben und die Aufholbemühungen der Bayreuther im Keim ersticken zu können. 66:60 hieß es vor dem Schlussviertel, und auch da hatten sie beim Stand von 71:64 und Ballbesitz knapp acht Minuten vor Ende scheinbar alle Trümpfe in der Hand.

    Doch angetrieben von den nun die Heim-Mannschaft frenetisch nach vorne peitschenden Anhänger drehten die Bayreuther nun auf: Erst glich der überragende US-Guard Nate Linhart per Dunking 4:36 vor Ende zum 72:72 aus, gut eine Minute später besorgte York die erste Führung überhaupt für die Hausherren – sie sollten sie bis zum Ertönen der Schlusssirene nicht mehr hergeben.

    „Es gab Situationen, da hätten wir den Sack zumachen können. Da müssen wir uns auch selbstkritisch hinterfragen und den Finger in die Wunde legen, denn es ja nicht das erste Mal, dass wir eine Zehn-Punkte-Führung verspielt haben“, sagte Bauermann.

    Weitere Artikel

    Kommentare (0)

    Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!