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    WÜRZBURG

    Lehrer erhalten Jobs in der Heimat

    Die Chancen für Junglehrer aus Unterfranken, heimatnah unterrichten zu können, sind gestiegen. Das freut den BLLV. Vielleicht wandern jetzt weniger Bewerber nach Hessen ab.

    Klassenzimmer (Symbolbild). Foto: dpa

    Gute Nachrichten für Junglehrer, die nach ihrer Ausbildung gerne in Unterfranken bleiben möchten. Anders als in den Vorjahren kann die große Mehrheit in diesem Jahr damit rechnen, heimatnah angestellt zu werden.

    Die Nachricht freut Gerhard Bleß, den Vorsitzenden des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (BLLV) in Unterfranken. Der „intensive Kampf“ für eine bessere Lehrerversorgung in Unterfranken habe sich gelohnt, so Bleß in einer Pressemitteilung des Verbands.

    Jahrelang gab es Klagen, dass zu viele mainfränkische Grund- und Mittelschullehrer im fernen Oberbayern eingesetzt wurden. Viele, die aus grenznahen Gebieten wie dem Untermain stammten, wanderten deshalb ab nach Hessen, Baden-Württemberg oder Thüringen.

    Der BLLV beruft sich auf Zahlen des Kultusministeriums. Demnach bleiben heuer von den 216 Bewerbern auf eine Beamten-Planstelle in Unterfranken 166 (77 Prozent) in „ihrem“ Regierungsbezirk. Das sind alle verheirateten Bewerber und mehr als 90 ledige Bewerber. „Nur 50“ (BLLV) müssen den Weg nach Oberbayern antreten. 2016 hingegen konnten von 195 Bewerbern lediglich 60 (31 Prozent) in Unterfranken bleiben.

    Zusätzlich werden heuer 60 Lehrerinnen und Lehrer aus Oberbayern zurückversetzt. Bei 125 Rückversetzungsanträgen ist das eine Quote von fast 50 Prozent. Im Vorjahr waren es lediglich 20 Rückversetzungen aus Oberbayern.

    Zufrieden mit dieser Entwicklung zeigt sich der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Fahn (Freie Wähler). Dies sei ein Erfolg des BLLV, aber auch des Drucks der Opposition im Landtag. Er hoffe, so Fahn, dass es nun zu einer dauerhaft guten Lehrerversorgung auch in bayerischen Grenzregionen wie dem Untermain kommt.

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