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    MILTENBERG

    Dreister Ladendieb: Geld zurückverlangt für geklaute Ware

    Einem besonders dreisten Ladendieb hat die Polizei im Raum Miltenberg das Handwerk gelegt. Mit seiner Masche hat er mehrere Tausend Euro Schaden angerichtet.

    Einem besonders dreisten Ladendieb hat die Polizei im Raum Miltenberg das Handwerk gelegt. In mindestens 50 Fällen hatte der 44-Jährige Waren aus Verbrauchermärkten gestohlen und diese dann größtenteils als angebliche „Fehlkäufe“ zurückzugeben versucht, berichten Polizeipräsidium Unterfranken und Staatsanwaltschaft Aschaffenburg. In vielen Fällen erhielt er den eigentlichen Kaufpreis ausbezahlt. Ermittler der Polizeiinspektionen Obernburg und Miltenberg machten dem Treiben am Mittwoch ein Ende. Der Tatverdächtige sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

    Neben Discountern waren auch Baumärkte und Werkzeuggeschäfte Ziele des 44-jährigen Mannes aus dem Landkreis Miltenberg. Hier entwendete er Aktionsartikel, Bekleidung, Werkzeuge und elektronische Geräte, die er im Rückenbereich seiner Jacke verbarg und so den Kassenbereich passierte. Wenig später suchte er dreist erneut die Geschäfte oder auch andere Filialen der Unternehmen auf. Hier wandte er sich an das Kassenpersonal, um die gestohlenen Waren gegen die Auszahlung von Bargeld zurückzugeben. Obwohl er keinen Kassenbeleg vorweisen konnte, erhielt er in vielen Fällen die Auszahlung des vermeintlich entrichteten Kaufpreises auf Kulanz.

    Die hierfür üblicherweise erforderlichen Rücknahme-Bons befüllte er mit falschen Namensangaben. Der entstandene, wirtschaftliche Schaden beläuft sich nach derzeitigen Schätzungen auf mehrere Tausend Euro.

    Bearbeitet von Gerlinde Schlereth

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