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    MÜNCHEN

    Drei Bayern verhaftet

    Es geht noch einmal um den G20-Gipfel in Hamburg im Juli. 60 Polizeibeamte aus Unterfranken waren im Einsatz. Sie bekommen Lob von den Grünen im Landtag.

    Nach Erkenntnissen des bayerischen Innenministeriums haben an den Krawallen am Rande des G20-Gipfels im Juli in Hamburg rund 500 Linksextremisten aus Bayern teilgenommen. Dies geht aus einer Antwort von Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) auf eine Landtags-Anfrage der Grünen-MdL Katharina Schulze hervor.

    Drei Personen mit Wohnsitz in Bayern wurden bisher verhaftet – zwei bekannte Linksextremisten aus Rosenheim und München, sowie eine Person, die „in der Vergangenheit im Zusammenhang mit rechtsextremistischer Kriminalität in Bayern als politisch motivierter Einzeltäter“ aufgefallen sei.

    Eine Mobilisierung von bayerischen Neo-Nazis anlässlich des Gipfeltreffens fand aber „nach derzeitigen Erkenntnissen nicht statt“, so Eck. Bei den bayerischen Linksextremisten müsse trotz der wenigen Verhaftungen „von einer deutlich höheren Beteiligung an den Ausschreitungen ausgegangen werden“. Bei den bundesweiten Razzien in der linken Szene im Zusammenhang mit der Gipfel-Gewalt an diesem Dienstag war Bayern aber nicht beteiligt.

    An dem Großeinsatz der Polizei in Hamburg nahmen laut Eck 1417 Beamte aus Bayern teil – davon 60 aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken. 90 bayerische Beamte wurden verletzt, sieben davon so schwer, dass sie bis zu sieben Tagen dienstunfähig waren. Das Innenministerium geht inklusive der Sachschäden an Einsatzfahrzeugen von rund vier Millionen Euro Einsatzkosten aus. Diese würden von der Hansestadt Hamburg ersetzt.

    Die Grüne Schulze lobte, dass sich die bayerische Polizei bei dem Einsatz „recht vorbildlich verhalten“ habe. Dennoch müsse der insgesamt „nicht optimale“ Gipfel-Einsatz der Polizei auch in Bayern politisch aufgearbeitet werden, um gewalttätige Ausschreitungen in Zukunft besser verhindern zu können.

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