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    NÜRNBERG

    3500 Rassehunde auf dem Laufsteg

    Zur Messe „Cacib“ in Nürnberg werden rund 18 000 Besucher erwartet. Und natürlich jede Menge Vierbeiner. Aber nicht alle finden Gnade vor den Wettbewerbsrichtern.

    Rassehunde aus der ganzen Welt – hier eine Gruppe von Collies – sind bei der 44. Internationalen Rassehunde-Ausstellung ... Foto: Daniel karmann, dpa

    Vom Afghanen bis zum Zwergteckel: Etwa 3500 Rassehunde messen sich an diesem Wochenende bei verschiedenen Wettbewerben in Nürnberg. Knapp 200 verschiedene Hunderassen seien zu sehen, sagte Peter Schön vom Verband für das Deutsche Hundewesen am Dienstag. In den Schönheitswettbewerben gehe es vor allem um das Aussehen; daneben gebe es aber auch Geschicklichkeitsprüfungen sowie Tanzen und Frisbee-Spielen mit Hund. Auch der pfiffigste Mischlingshund soll gekürt werden.

    Rund 80 Aussteller bieten zudem alles rund um die Vierbeiner an - vom Glitzermäntelchen über den Staubsauger bis zur Urne. Die Veranstalter erwarten zu der Messe unter dem Titel „Cacib“ etwa 18 000 Besucher.

    Einen echten Trend bei den Hunderassen gebe es seiner Meinung nach derzeit nicht, sagte Schön. Auch wenn Möpse und andere Gesellschaftshunde noch immer „sehr beliebt bei gewissen Leuten“ seien. Der Verband sehe es jedoch nicht gerne, wenn Züchter auf solche Trends aufspringen, nur um Geld zu verdienen.

    Auch unter schlechten Bedingungen gezogene „Billighunde“ aus dem Ausland bereiteten den Züchtern hierzulande weiter Sorgen. „Die Lage ist unverändert“, beklagte Schön. „Die Leute kaufen diese meist kranken Tiere wegen des Preises und dann haben sie horrende Tierarztkosten.“ Um Fehlzüchtungen wie etwa zu kurzen Nasen bei Möpsen entgegenzuwirken, seien die Richter bei den Rassehunde-Wettbewerben angehalten, „kranke Hunde rauszuwerfen“.

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