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    WÜRZBURG / FÜRTH

    Mariä Himmelfahrt: Nicht für alle ein Feiertag

    Das Fest Mariä Himmelfahrt fällt heuer auf einen Dienstag. Doch nicht überall in Bayern beziehungswiese der Region ist der 15. August ein gesetzlicher Feiertag.

    Mariä Himmelfahrt wird immer am 15. August gefeiert und fällt heuer auf einen Dienstag. Deshalb können sich viele auf ein verlängertes Wochenende, freuen wenn sie den Montag als Brückentag frei genommen haben. Doch dieser Kurzurlaub ist nur im Saarland und in bestimmten Gemeinden Bayerns möglich.

    Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik ist das Fest Mariä Himmelfahrt in 1704 von insgesamt 2056 Gemeinden Bayerns ein gesetzlicher Feiertag – zum Beispiel in Oberbayern und Niederbayern, da dort in allen Gemeinden zum Zeitpunkt des Zensus 2011 die Zahl der Katholiken überwog.

    Nur in überwiegend katholischen Gemeinden frei

    Auch in der Oberpfalz (96 Prozent der Gemeinden überwiegend katholisch), in Schwaben (95,3 Prozent) sowie in Unterfranken (87 Prozent) ist der 15. August für die meisten frei – nicht aber zum Beispiel in Kitzingen und etlichen Landkreis-Gemeinden; im Landkreis Schweinfurt in Sennfeld und Gochsheim; im Landkreis Würzburg in Remlingen, Uettingen, Altertheim, Reichenberg, Winterhausen und Sommerhausen; im Landkreis Main-Spessart in Mittelsinn, Partenstein und Hasloch; im Landkreis Bad Kissingen in Zeitlofs und Geroda; im Landkreis Rhön-Grabfeld in Ostheim und Sondheim vor der Rhön, Aubstadt, Willmars und Höchheim; im Landkreis Haßberge in Königsberg, Untermerzbach, Rentweinsdorf und Maroldsweisach sowie Ermershausen.

    In den meisten Gemeinden der evangelisch geprägten Regierungsbezirke Oberfranken beziehungsweise Mittelfranken ist „Mariä Himmelfahrt“ überall kein Feiertag. Dort sind laut dem Landesamt für Statistik nur 46,3 Prozent bzw. 18,1 Prozent der Gemeinden mehrheitlich katholisch. Deshalb wird dort gearbeitet und sind die Geschäfte geöffnet – wie in Nürnberg, Fürth und Erlangen.

    Im Feiertagsgesetz geregelt

    Diese Regelung beruht auf dem Gesetz über den Schutz der Sonn- und Feiertage. Demnach ist in Bayern der 15. August - Mariä Himmelfahrt - in einer Gemeinde dann ein gesetzlicher Feiertag, wenn dort mehr katholische als evangelische Einwohner ihren Hauptwohnsitz hatten. Auf welche Kommunen dies zutrifft, stellt das Bayerische Landesamt für Statistik auf Basis der letzten Volkszählung fest.

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