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    UNTERFRANKEN

    Blitzermarathon: Fast 500 Raser wurden erwischt

    24 Stunden lang war die unterfränkische Polizei Rasern auf der Spur – 494 Fahrer waren zu schnell unterwegs. Der unrühmliche Spitzenreiter wurde auf der B 27 erwischt.

    24 Stunden lang war die unterfränkische Polizei Rasern auf der Spur: An über 80 Messstellen registrierten die Beamten zwischen 6 Uhr am Mittwoch bis 6 Uhr am Donnerstag mehr als 18 000 Autos. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es gerade mal 9 600. Zusätzlich haben die Polizisten an ausgewählten Unfallschwerpunkten die Geschwindigkeit der Wagen mit dem Laserhandmessgerät kontrolliert.

    70 Stundenkilometer zu schnell

    Ihr Fazit: 494 Autofahrer fuhren zu schnell. Im vergangenen Jahr waren es 442. Und das, obwohl die Polizeiaktion groß angekündigt und mögliche Messstellen auch im Internet und über soziale Medien veröffentlicht worden waren. Unrühmlicher Spitzenreiter in Unterfranken war ein ortsansässiger 23-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Main-Spessart: Er war am Donnerstag gegen Mitternacht auf der B 27 zwischen Himmelstadt und Karlstadt mit 170 Kilometern pro Stunde unterwegs. Erlaubt sind auf der Bundesstraße 100 Kilometer pro Stunde. Ihn erwarten ein Bußgeld in Höhe von 880 Euro, zwei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Insgesamt ist die unterfränkische Polizei aber zufrieden mit der Bilanz ihres Blitzermarathons: Die meisten Autofahrer fuhren mit angemessener Geschwindigkeit und zeigten Verständnis für die Kontrolle.

    Überhöhte Geschwindigkeit sei nach wie vor die häufigste Ursache bei Verkehrsunfällen mit getöteten oder schwer verletzten Personen, so die Beamten. Jeder vierte tödliche Verkehrsunfall in Bayern sei auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. In Unterfranken starben im Jahr 2016 insgesamt 17 Menschen bei Verkehrsunfällen, weil Fahrer zu schnell unterwegs waren. Und: Auch wenn der Blitzermarathon nun vorbei ist, will die unterfränkische Polizei weiter regelmäßig die Geschwindigkeit kontrollieren.

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