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    NÜRNBERG

    „Moderne Optik für hintergründigen Journalismus“

    Fränkischer Sandstein, Spessarteiche und moderne Beamer-Technik: Ab sofort sendet das Bayerische Fernsehen seine erfolgreichen Regionalmagazine aus einem neuen Studio.

    Gruppenbild im neuen Studio der „Frankenschau“: Die Macher der Sendung vor und hinter der Kamera. Foto: Michael Czygan

    Seit 2002 moderiert Rüdiger Baumann regelmäßig sonntags um 17.45 Uhr die „Frankenschau“ im Bayerischen Fernsehen. Auch diesen Sonntag wieder. Baumann wird diesmal „ein bisschen aufgeregter“ sein als sonst. Sagt er. Erstmals sendet der Bayerische Rundfunk (BR) sein erfolgreiches Regionalmagazin aus dem neu designten und technisch auf modernsten Stand gebrachten Studio in Nürnberg.

    Nach über 2500 Sendungen in der alten Deko sei es „höchste Zeit“ für eine Runderneuerung gewesen, sagt Kathrin Degmair, die Leiterin des Studios Franken. Die Sehgewohnheiten der Zuschauer von „Frankenschau aktuell“ (Montag bis Freitag, 17.30 Uhr) und „Frankenschau“ (Sonntag, 17.45 Uhr) hätten sich gewandelt, große Fernseher verlangten eine „völlig neue Bildsprache“. So ist das Ambiente geräumiger, bei der Möblierung setzt man unter anderem auf Sandstein und Spessarteiche.

    Wichtiger noch neben neuem Logo (erstmals ohne Frankenrechen) und zeitgemäßer Erkennungsmelodie ist die moderne Beamer-Technik, die Großprojektionen möglich macht. „Unsere Moderatoren kommen so dem Tagesgeschehen noch näher.“ Und sie können leichter als bisher über die sozialen Medien mit den Zuschauern in Kontakt treten.

    Inhaltlich soll sich nichts ändern. 140 Reporter, die in ganz Franken unterwegs sind, berichteten auch künftig „aktuell, hintergründig, authentisch fränkisch“, versprechen Degmair und die Redaktionsleiter Gerhard Kockert („Frankenschau aktuell“) und Thomas Rex („Frankenschau“). Die Regionalmagazine zählen zu den „Reichweiten-Pfeilern“ (Degmair) im BR-Programm. 12,2 Prozent beträgt der Marktanteil werktags, am Sonntag liegt er etwas höher. Das entspricht 280 000 beziehungsweise 460 000 Zuschauern, verteilt auf die regional parallel ausgestrahlten Sendungen für den Norden und den Süden des Freistaats.

    Fragt man nach den Kosten für die neue Studio-Optik, wird Chefin Degmair recht einsilbig. Man wisse ja, „dass der BR finanziell nicht auf Rosen gebettet ist und sparen muss“, sagt sie. Insofern seien die Investitionen „wirtschaftlich darstellbar“. Genaue Zahlen nenne man aber lediglich den Aufsichtsgremien.

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