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    Die Realität in den meisten Milchbetrieben sieht anders aus

    Zum Artikel „Ein Tag im Stall mit Nomi“ (11.4.):

    Ihre Berichterstattung über die Milcherzeugung anhand des Milchkuhbetriebes fand ich sehr gelungen, allerdings hat ihre Mitarbeiterin, nur einen Hof besucht, an dem es „scheinbar“ nur glückliche Kühe gibt. Dass sich die besagte Bauernfamilie nach ihren Möglichkeiten bemüht, steht auch außer Frage. Die Realität in den meisten deutschen beziehungsweise europäischen Milchbetrieben sieht jedoch anders aus. Da dieses Thema so brisant ist für die Menschen (Verbraucher) und nicht zuletzt für die Tiere, die die eigentlichen Leidtragenden eines ausbeuterischen Systems sind, das sollte doch erwähnt werden. Auch, dass Mutterkühe tagelang nach ihren Kindern schreien, nachdem sie ihnen nach der Geburt weggenommen wurden. Im Bericht heißt es sehr sachlich „die männlichen Kälber werden auf dem Kälbermarkt verkauft“. Ausgesprochen heißt es: Die männlichen Kälber gehen in die Kälbermast und werden nach wenigen Monaten ihres kurzen Lebens geschlachtet und landen als Kalbsbraten oder Rindfleisch auf unserem Teller. Dieser Umgang mit intelligenten und fühlenden Lebewesen hat mit artgerecht oder gar Tierwohl nichts zu tun und macht jegliche Argumentation überflüssig. Kuhmilch ist einfach für die Kälber und sonst für niemanden.

    Klaus Henke, 97688 Bad Kissingen

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