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    Eine Lesung aus dem Zimmermannschen Bauernkriegs-Werk fehlt

    Zum Artikel „Revolution als Jugendraum“ (2.1.):

    Eine der Inspirationsquellen zum Bauernkriegs-Zyklus von Käthe Kollwitz rührt von einem Wahl-Würzburger her, nämlich das Buch „Großer Deutscher Bauernkrieg“ von Dr. Wilhelm Zimmermann (1841-43 erstmals erschienen). 1891 wurde dieses Werk als Volksausgabe neu herausgegeben von Wilhelm Blos (1849-1927) – geboren in Wertheim, Journalist des „Würzburger Journal“, Historiker, Schriftsteller und Politiker, sozialdemokratisches Mitglied des Reichstages, erster Staatspräsident des Volksstaats Württemberg 1918-1920. Als Käthe Kollwitz ihren berühmten Zyklus über den Bauernkrieg schuf, griff sie sich aus ihrem Bücherregal immer wieder das von Blos publizierte Werk Zimmermanns mit dem eindrucksvoll gestalteten Einband und bekannte 1908: „Damals las ich den Zimmermannschen Bauernkrieg, und da wurde von der ,schwarzen Anna' erzählt, einer Bäuerin, die die Bauern angetrieben hat. Ich machte nun das Blatt mit dem losbrechenden Haufen.“ Ein Manko dieser ansonsten herausragenden Ausstellung: Eine Lesung aus dem so einflussreichen Zimmermannschen Bauernkrieg-Werk, herausgegeben von Wilhelm Blos, fehlt im Würzburger Begleitprogramm.

    Günter Randecker, 72581 Dettingen

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