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    Eine Reaktion, die bevormundet

    Zum Artikel „Ärger für Pink Floyds Roger Waters“ (29.11.):

    Wenn Roger Waters zu einem Boykott von Auftritten anderer Künstler in Israel aufruft, dann richtet sich dieser Protest doch in erster Linie gegen die israelische Regierung und deren Palästinenser-Politik und nicht gegen die Juden oder die jüdische Religion. Ist also kein Antisemitismus! Wenn der US-Präsident Nordkorea „plattmachen“ möchte oder man die Vertreibungspolitik in Myanmar verurteilt, unterstellt man ja auch nicht Antibuddhismus, obwohl in diesen Ländern überwiegend Buddhisten leben. Doch was Israel betrifft, reagieren viele Deutsche sehr empfindlich. Die meisten Politiker und selbst ernannten Meinungsbildner sind auf dem israelischen Auge blind. Hier darf ohne jegliche Kritik Völkerrecht und Menschenrecht gegen die – ursprünglich im Staatsgebiet Israel beheimateten – Palästinenser missachtet werden. Diese Reaktion von ARD-Anstalten ist nicht nur lächerlich, sondern bevormundet in unzulässiger Weise den Hörer oder Fernsehzuschauer.

    Helmut Aulbach, 97737 Gemünden

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