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    Fahrenschon sollte von seinem Amt zurücktreten

    Zum Artikel „Fahrenschon droht ein Strafprozess“ (8.11.), der sich mit den Steuererklärungen des Sparkassenpräsidenten befasst:

    Als ehemaliger Sparkassenmitarbeiter habe ich mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen müssen, was einem Sparkassenpräsidenten, der die öffentlich rechtlichen Sparkassen in ganz Deutschland repräsentiert, zur Last gelegt wird. Er ist sicherlich noch nicht verurteilt und es gilt die Unschuldsvermutung, doch daran zu glauben, fällt sicherlich nicht nur mir sehr schwer. Nach meiner Kenntnis sind Fristverlängerungen bei den Finanzämtern an der Tagesordnung, aber eine Person in dieser Stellung sollte sicherlich genügend Geld zur Verfügung haben, einen geeigneten Steuerberater zu bezahlen. Bevor die Steuerbehörden sich zu einem Steuerstrafverfahren entscheiden, liegen sicherlich entsprechende grundlegende Beweise beziehungsweise Erkenntnisse vor. 700 000 Euro Jahresverdienst, den sicherlich alle Sparkassen bezahlen müssen, womöglich zuzüglich noch weiterer Einkommen aus Aufsichtsratstätigkeiten und sonstigen Einkünften sind ja nicht gerade wenig für einen Lebensunterhalt. Wenn Herr Fahrenschon nur ein wenig Charakter hat, sollte er von seinem Amt zurücktreten beziehungsweise sich nicht noch einmal eine weitere Periode zur Verfügung stellen. Es wäre meines Erachtens ein Armutszeugnis für die Gremien, die über die zukünftige Führung der Sparkassenorganisation zu entscheiden haben, wenn er weiter im Amt bestätigt werden würde.

    Christof Hille, 97273 Kürnach

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