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    Unterm Strich: Nebulöse Novemberängste

    Wir leben in düsteren Zeiten. Kürzere Tage, Nebelschwaden, kahle Bäume. Jahreszeitliche Endzeitstimmung eben. Ohnehin wird Deutschen nachgesagt, gewisse Ängste sorgsam zu pflegen. Angst vor Terror, vor zu vielen Flüchtlingen, vor Krankheiten. Besonders auch das Bangen vor dem eigenen Ende, vor dem Gang zum Arzt, vor den PINs und PUKs oder vor der Steuererklärung, besagt eine Umfrage. Philosophen meinen zwar, die Angst vorm Tod sei absolut überflüssig, weil man ohnehin stirbt und deshalb völlig gelassen sein könne. Wer an einem solchen Seelenfrieden arbeitet, könnte Stärkung suchen entweder in einem indischen Ashram oder in der Lektüre universaler Seelentröster wie Pater Anselm Grün oder Pastorin Margot Käßmann. Dann lässt sich wohl mit dem eigenen Elend lockerer umgehen. Vielleicht tröstet auch ein Blick auf die große Lehrmeisterin USA. Dort hat man laut einer Umfrage der Chapman University im kalifornischen Orange ein auffallend anderes Angst-Ranking. Mehr als Tod und Teufel fürchten Amis einen korrupten Staat. Große Angst haben sie vor allzu viel staatlicher Einflussnahme, denn sie komme einer Geiselnahme nahe. Weil es gute Kliniken gibt, finden sie Krankheiten wenig schlimm. Natürlich fürchten sie Reptilien mehr als Schusswaffen. Und die Angst, einem Clown zu begegnen, sitzt tiefer als die vor Arbeitslosigkeit. An vierzigster Stelle erst kommt der Tod. Nicht weil sie ihn verdrängen, sondern weil sie glauben, sie seien mit den Toten medial bestens verknüpft. Dabei erfahren sie nur „good news“ aus dem Jenseits, berichten sie.

    Wir leben in düsteren Zeiten. Kürzere Tage, Nebelschwaden, kahle Bäume. Jahreszeitliche Endzeitstimmung eben. Ohnehin wird Deutschen nachgesagt, gewisse Ängste sorgsam zu pflegen. Angst vor Terror, vor zu vielen Flüchtlingen, vor Krankheiten. Besonders auch das Bangen vor dem eigenen Ende, vor dem Gang zum Arzt, vor den PINs und PUKs oder vor der Steuererklärung, besagt eine Umfrage. Philosophen meinen zwar, die Angst vorm Tod sei absolut überflüssig, weil man ohnehin stirbt und deshalb völlig gelassen sein könne. Wer an einem solchen Seelenfrieden arbeitet, könnte Stärkung suchen entweder in einem indischen Ashram oder in der Lektüre universaler Seelentröster wie Pater Anselm Grün oder Pastorin Margot Käßmann. Dann lässt sich wohl mit dem eigenen Elend lockerer umgehen. Vielleicht tröstet auch ein Blick auf die große Lehrmeisterin USA. Dort hat man laut einer Umfrage der Chapman University im kalifornischen Orange ein auffallend anderes Angst-Ranking. Mehr als Tod und Teufel fürchten Amis einen korrupten Staat. Große Angst haben sie vor allzu viel staatlicher Einflussnahme, denn sie komme einer Geiselnahme nahe. Weil es gute Kliniken gibt, finden sie Krankheiten wenig schlimm. Natürlich fürchten sie Reptilien mehr als Schusswaffen.

    Und die Angst, einem Clown zu begegnen, sitzt tiefer als die vor Arbeitslosigkeit. An vierzigster Stelle erst kommt der Tod. Nicht weil sie ihn verdrängen, sondern weil sie glauben, sie seien mit den Toten medial bestens verknüpft. Dabei erfahren sie nur „good news“ aus dem Jenseits, berichten sie.

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