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    Unterm Strich: Wundergläubige gibt es immer wieder

    Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ will einem nicht aus dem Ohr bei unerklärlichen Geschehnissen jeglicher Art. Auf sie reagiert man mit ehrfürchtigem Staunen, Stammeln oder Zweifeln. Man denke an das 6:1 von Barcelona gegen Paris, an bestimmte biblische Erzählungen oder die Wundertaten von Heiligen. Der sakrale Raum ist voll von Wunderlichem. Zum Beispiel die Tränen des gegeißelten Heilands in der berühmten Wieskirche oder die der beliebten Madonna im fränkischen Heroldsbach. Nun soll die Statue des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Tränen vergießen. Und zwar auf der Krim. Sie habe „sakrale Bedeutung“ für Russland, sagte Wladimir Putin schon 2014. Seine Wunderbeauftrage Natalja Poklonskaja, eine medienauffällige russische Parlamentarierin, sieht im Tränenfluss das Zeichen, dass „unsere Herrscher uns beistehen“. Sie seien gestorben, „dass wir Russland wieder zu einem großen blühenden Land machen“. Poklonskaja eröffnete letztes Jahr eine Kapelle für die letzten Romanows, nachdem die orthodoxe Kirche Zar Nikolaus II. im Jahr 2000 heiliggesprochen hatte. Bei den Zähren der Zaren-Büste handele es sich um heiliges Chrisam, glaubt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“. Nun vermelden andere Orte Russlands auch Wundertränen, obwohl eine Kommission der orthodoxen Kirche Russlands Enttäuschendes verkündete: Die Tränen sind unecht. Wie auch die der Mutter Gottes von Heroldsbach. Da verhallte ein Machtwort des Bamberger Erzbischofs Schick ebenso im Nichts. Denn Wundergläubige gibt es immer wieder.

    Katja Ebsteins „Wunder gibt es immer wieder“ will einem nicht aus dem Ohr bei unerklärlichen Geschehnissen jeglicher Art. Auf sie reagiert man mit ehrfürchtigem Staunen, Stammeln oder Zweifeln. Man denke an das 6:1 von Barcelona gegen Paris, an bestimmte biblische Erzählungen oder die Wundertaten von Heiligen. Der sakrale Raum ist voll von Wunderlichem. Zum Beispiel die Tränen des gegeißelten Heilands in der berühmten Wieskirche oder die der beliebten Madonna im fränkischen Heroldsbach. Nun soll die Statue des letzten russischen Zaren Nikolaus II. Tränen vergießen. Und zwar auf der Krim. Sie habe „sakrale Bedeutung“ für Russland, sagte Wladimir Putin schon 2014. Seine Wunderbeauftrage Natalja Poklonskaja, eine medienauffällige russische Parlamentarierin, sieht im Tränenfluss das Zeichen, dass „unsere Herrscher uns beistehen“. Sie seien gestorben, „dass wir Russland wieder zu einem großen blühenden Land machen“. Poklonskaja eröffnete letztes Jahr eine Kapelle für die letzten Romanows, nachdem die orthodoxe Kirche Zar Nikolaus II. im Jahr 2000 heiliggesprochen hatte. Bei den Zähren der Zaren-Büste handele es sich um heiliges Chrisam, glaubt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“.

    Nun vermelden andere Orte Russlands auch Wundertränen, obwohl eine Kommission der orthodoxen Kirche Russlands Enttäuschendes verkündete: Die Tränen sind unecht. Wie auch die der Mutter Gottes von Heroldsbach. Da verhallte ein Machtwort des Bamberger Erzbischofs Schick ebenso im Nichts. Denn Wundergläubige gibt es immer wieder.

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