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    Standpunkt: Klare Regeln sind nötig

    Kaum ein Thema ist so heftig umstritten wie der Familiennachzug von Flüchtlingen: Es gibt hauptsächlich in linken Kreisen diejenigen, die fordern, dass jeder, der es irgendwie nach Deutschland geschafft hat, auch alle Angehörigen nachholen können soll. Auf der entgegengesetzten Seite des politischen Spektrums wird vor der drohenden „Umvolkung“ gewarnt. Jedem Flüchtling, der schon da ist, so heißt es, werden bald Scharen von Familienmitgliedern folgen. Weil das Thema die Menschen so bewegt, neigt die Politik mitunter zum Versuch, es unter den Tisch zu kehren. Doch das ist falsch. Gerade angesichts der Tatsache, dass während des Flüchtlingszustroms seit 2015 und zur Abwehr drohender humanitärer Katastrophen viele Fehler begangen wurden, tut eine nüchterne Betrachtung not.

    Kaum ein Thema ist so heftig umstritten wie der Familiennachzug von Flüchtlingen: Es gibt hauptsächlich in linken Kreisen diejenigen, die fordern, dass jeder, der es irgendwie nach Deutschland geschafft hat, auch alle Angehörigen nachholen können soll. Auf der entgegengesetzten Seite des politischen Spektrums wird vor der drohenden „Umvolkung“ gewarnt. Jedem Flüchtling, der schon da ist, so heißt es, werden bald Scharen von Familienmitgliedern folgen. Weil das Thema die Menschen so bewegt, neigt die Politik mitunter zum Versuch, es unter den Tisch zu kehren. Doch das ist falsch. Gerade angesichts der Tatsache, dass während des Flüchtlingszustroms seit 2015 und zur Abwehr drohender humanitärer Katastrophen viele Fehler begangen wurden, tut eine nüchterne Betrachtung not.

    Fakt ist: Viele der Migranten werden für immer in Deutschland bleiben und sie werden ihre Angehörigen nachholen. Sie haben auch das Recht dazu.

    Doch gerade weil das deutsche Asylrecht ein so hohes Gut ist, darf es bei der Abwicklung des darin garantierten Familiennachzugs in den kommenden Jahren keinesfalls mehr zu Chaos, Kontrollverlust und Behördenversagen kommen wie auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, wo sich sogar der rechtsextreme Bundeswehrsoldat Franco A. als Asylbewerber ausgeben konnte und subsidiären Schutz zuerkannt bekam. Jetzt ist die Zeit, geordnete Verhältnisse zu schaffen. Alle Asylverfahren sind eingehend zu überprüfen, zweifelhafte Altfälle neu aufzurollen.

    Wenn keine Asylgründe erkannt werden, muss die Ausweisung erfolgen. Ebenso müssen die deutschen Auslandsvertretungen jeden Antrag auf Familiennachzug genau kontrollieren. Wer in ständiger Sorge um die Angehörigen lebt, der wird sich schwertun, sich in Deutschland zurechtzufinden. Die Zusammenführung von Flüchtlingen mit ihren Ehepartnern, Eltern oder Kindern dient der Integration und entspricht dem im Grundgesetz vorgesehenen Schutz von Ehe und Familie. Doch sie stellt die Gesellschaft vor neue große Herausforderungen. Die nur bewältigt werden können, wenn der Familiennachzug nach klaren Regeln erfolgt, die konsequent durchgesetzt werden.

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