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    GÄDHEIM

    Wie Gädheim die Senioren im Ort behalten will

    In der Gemeinde Gädheim gibt es jetzt einen Bürgerdienst, den Bürgermeister Peter Kraus (im Bild) zusammen mit dem bereits verteilten Flyer in der Sitzung des Gemeinderats vorstellte. Foto: Ulrike Langer

    Aufgrund einer Umfrage bei Senioren vor zwei Jahren, die eine hohe Resonanz erfuhr, hat die Gemeinde Gädheim nun einen Bürgerdienst „Bürger helfen Bürgern“ ins Leben gerufen. Bürgermeister Peter Kraus, der die treibende Kraft hinter dem Angebot ist und sich auch selbst ehrenamtlich in diesem Dienst engagieren wird, stellte das Projekt dem Gemeinderat am Montagabend vor und erläuterte Einzelheiten in einem anschließenden Gespräch.

    So berichtete er, dass viele der von ihm angeschriebenen Senioren mitgeteilt hätten, dass sie bei einer entsprechenden Bedürftigkeit einen Bürgerdienst gerne in Anspruch nehmen würden. „Daraufhin habe ich im letzten Jahr Helfer gesucht und nach zwei weiteren Aufrufen und nach dem Verteilen der Flyer insgesamt 16 Bürger gefunden, die sich in den Dienst dieser guten Sache stellen werden“, so Peter Kraus.

    Unentgeltlich im Einsatz

    Außerdem hätten diese Helfer erklärt, keine Aufwandsentschädigung zum Beispiel für Fahrten bekommen zu wollen. „Ich hoffe, dass wir mit dieser neuen Einrichtung gerade den älteren Mitmenschen ein Stück weit die Möglichkeit geben können, durch kleine Hilfen im Alltag noch länger selbstständig in unserer Gemeinde leben zu können“, sagte das Gemeindeoberhaupt, das die Bürger bat, die angebotene Hilfe auch in Anspruch zu nehmen.

    Die Hilfe ist generell kostenfrei und kann von jedem in Anspruch genommen werden, der die angebotenen Arbeiten nicht selbst erledigen kann, sei es dauerhaft oder auch zeitlich begrenzt. Wer also Hilfe benötigt, kann die Hotline unter (01 51) 16 92 36 65 anrufen oder eine Nachricht über WhatsApp schicken oder unter buergerservice@gadheim.de eine Mail schreiben.

    Ein Koordinierungsteam, darunter auch Peter Kraus, wird die Anfragen dann an einen passenden Helfer weiterleiten, der sich dann zeitnah bei dem Bürger melden wird. Angeboten werden Fahrdienste, Hilfe beim Einkauf, im Haushalt, im Garten, beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen oder bei Problemen mit Computern, Laptops oder Handys, aber auch kleine Handwerksdienste oder das Schneeräumen und Kehren der Gehwege.

    Menschen, die sich ebenfalls engagieren möchten, können sich sowohl über die Hotline als auch bei der Gemeinde unter (0 97 27) 404 melden. Die Hotline ist montags von 14 bis 18 Uhr sowie mittwochs und donnerstags von 9 bis 13 Uhr besetzt.

    Im Gemeinderat notiert

    • Der Gemeinderat Gädheim stimmte der Widmung von 18 Feld- und Flurwegen der aufgelösten Teilnehmergemeinschaft Ottendorf als öffentliche Wald- und Flurwege zu.

    • Bürgermeister Peter Kraus gab einen Überblick über die 72-Stunden-Aktion „Uns schickt der Himmel“ des BDKJ. In der Gemeinde Gädheim hatten sich 50 Kinder und Jugendliche sowie 14 Erwachsene sowie Mitarbeiter des Bauhofes daran beteiligt. Sie haben eine Terrasse im Hof der Alten Schule in Gädheim gebaut, am Spielplatz am Hirtenplatz in Ottendorf eine bunte Umzäunung errichtet, vier Hydranten in Ottendorf und Gädheim bemalt, Müll in der Flur gesammelt und ein Mittagessen für 40 Senioren gekocht sowie einen Spielenachmittag angeboten. Kraus dankte allen Beteiligten für die gelungene Aktion.

    • Kraus informierte auch über die Projekte der Allianz „Main & Haßberge“ und erklärte, dass ein es gemeinsames Büro für Arbeitssicherheit gebe. Es sei angedacht, die Klärschlammentsorgung zusammen mit der Stadt Haßfurt anzugehen und eine Trocknungsanlage zu bauen. Später könnte noch eine Verbrennungsanlage errichtet werden. Das von Greßhausen vorgeschlagene Projekt zur Erhaltung und Förderung von Streuobstwiesen sei in der Allianz positiv bewertet worden. (ger)

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