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    Der Teufel auf dem Gangolfsberg

    Unsere Mitarbeiterin Christa Enders empfiehlt eine gemütliche Wanderung von Urspringen (Lkr. Rhön-Grabfeld) zum 737 Meter hohen Gangolfsberg nahe der Thüringer Hütte. Vom Parkplatz am Schweinfurter Haus aus führt ein rollstuhlgerechter Rundwanderweg durch schattigen Buchenwald um den Berg.

    Kleine Abstecher führen zu Naturdenkmälern mit beeindruckenden Basaltvorkommen. Am Süd- und Osthang des Gangolfsbergs zeugen lange Reihen aus Basaltsteinen davon, dass vor Jahrhunderten Menschen der steinigen Waldwildnis kostbares Ackerland abgerungen haben. Es waren die ehemaligen Siedlungen und heutigen Wüstungen „Wermers“ und „Lahr“, die im 13. und 14. Jahrhundert erstmals erwähnt wurden. Eine Wand wird aus stehenden Basaltsäulen gebildet, die wie ein gotischer Dom in den Himmel ragen.

    Vor langer Zeit hatte sich ein herabgestürzter Brocken an den Felswänden verklemmt und so eine Höhle entstehen lassen, den Teufelskeller. Laut einer Sage soll nämlich der Teufel der Erbauer der Naturgrotte gewesen sein. Weiter oben auf dem Gangolfsberg stehen einige Grundmauern.

    Sie sollen die Ruine der Gangolfskapelle sein und eines Nebengelasses, das eine Klause gewesen sein könnte. Unter ihren Trümmern sei ein menschliches Skelett gefunden worden, heißt es.

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