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    MAIN-SPESSART

    Treidelpfad auch rechtsmainisch

    blabla

    Trotz intensiver Recherchen hatte sich für den Artikel mit der Überschrift „Pferde als Motor“ vom Montag, 9. Juli, über das Treideln am Main nicht exakt der Verlauf des Treidelpfads herausfinden lassen. So hieß es in unserem Artikel, der Treidelpfad sei von Kreuzwertheim bis Lohr linksmainisch verlaufen. Burkard Kuhn, Mitverfasser der Chroniken von Trennfeld, Rettersheim und Lengfurt, weiß es besser: Von Kreuzwertheim bis Lengfurt verlief der Pfad rechtsmainisch.

    Sowohl in der Haarnadelkurve am „Himmelreich“ als auch in der engen Kurve von Rettersheim konnten die Leinreiter also die Schiffe in der Innenkurve schleppen. Teilweise war der Leinpfad gepflastert. Später wurde zum Teil darüberbetoniert oder die Bauern verwandelten ihn wieder in Wiese.

    Kuhn hat Belege dafür. Er weiß auch, dass die Treidelschiffe bei der Fähre an einer großen Weide festgemacht wurden. Die Pferde setzten mit der Fähre über. Dabei wurde das vordere Ende der langen Treidelleine gleich mit über den Main hinübergenommen, um dann von dort aus das Schiff hinterherzuziehen.

    Es handelte sich um eine Seilfähre, deren Seil sich zunächst unter Wasser befand. Später, mit dem Aufkommen der Kettenschleppschifffahrt, wurde daraus eine Hochseilfähre mit Masten auf beiden Seiten des Mains.

    Unterhalb von Kreuzwertheim war ebenso ein Wechsel der Flussseite – unterhalb der Taubermündung. Das wiederum weiß Manfred Schneider, der Projektleiter der Kreuzwertheimer Chronik.

    hop