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    Berlin

    Schön warm und günstig: So heizen Sie im Winter richtig

    Richtig heizen und Kosten sparen
    Im Wohnzimmer auf dem Sessel ausspannen: Dieser Raum sollte auch in der kalten Jahreszeit schön warm sein. Foto: Jens Kalaene/zb/dpa

    Sparsam heizen heißt, die Energie nicht an der falschen Stelle zu vergeuden. Das Wohnzimmer zum Beispiel ist ein Ort, an dem man sich gemütlich auf den Sessel setzt und häufig seine Zeit verbringt. Dieser Raum sollte auch in der kalten Jahreszeit schön warm sein.

    Bad und Küche nicht durchgängig heizen

    Das Bad und die Küche hingegen muss man nicht unbedingt rund um die Uhr heizen. Wichtig dabei: Wenn Räume in der Wohnung unterschiedlich stark geheizt werden, sollten Bewohner die Zimmertüren schließen. Darauf weist der Verband Privater Bauherren (VPB) hin.

    Geschlossene Türen Sorgen dafür, dass die warme Luft nicht in unbeheizte Bereiche wandert. Das spart zum einen Heiz- und Energiekosten.

    Wer richtig heizt, beugt auch Schimmel vor

    Darüber hinaus können Bewohner so auch Bauschäden vermeiden. Denn Feuchtigkeit in kühlen Räumen kann einem Gebäude zusetzen - im schlimmsten Fall bildet sich Schimmel. Wie das? Die Feuchtigkeit gelangt in unbeheizte Räume, wenn sich die warme Luft dort abkühlt. Sie kann dann weniger Feuchtigkeit binden.

    Gegen Schimmel auch mehrfach am Tag kurz lüften

    Im Winter sollte man die Fenster zum Lüften mehrfach am Tag kurz aufreißen und nicht nur auf Kipp stellen. Fällt letzteres zu kurz aus, zieht nämlich nicht genug Luftfeuchtigkeit aus dem Raum ab. Das kann zu Schimmelbildung führen.

    Hat man die Fenster hingegen stundenlang gekippt, kühlen die Räume und deren Wände stark aus. Man lüftet damit auch die teure Heizwärme weg. Daher rät der Verband Fenster + Fassade: Nach Möglichkeit Fenster auf gegenüberliegenden Seiten weit öffnen und einmal kräftig für ein paar Minuten durchlüften. Danach die Fenster wieder ganz schließen.

    Bei Frost reichen fünf Minuten

    Ist es draußen frostig-kalt, darf das Stoßlüften kürzer ausfallen. Der Verband rät bei Minustemperaturen konkret zu einer Lüftungsdauer von fünf Minuten. Bei null bis plus zehn Grad sollen es 10 Minuten je Lüftungsvorgang sein, bei über zehn Grad 15 Minuten.

    Wie oft man pro Tag lüften sollte, ist abhängig von vielen individuellen Faktoren. Einen Hinweis kann ein Messgeräte für Luftfeuchtigkeit geben, das Hygrometer: Zeigt es einen Wert von mehr als 60 Prozent Luftfeuchte an, sollte man die Fenster öffnen. Hygrometer gibt es für wenige Euro im Baumarkt.

    Während des Lüftens sollte man die Heizung im jeweiligen Raum herunterregeln. Moderne Thermostate können das zum Teil auch selbst.