• aktualisiert:

    Närrische Handwerker besetzen das Ostheimer Rathaus

    Auch der UFO-Nachwuchs beteiligte sich
    Auch der UFO-Nachwuchs beteiligte sich am Sturm auf das Rathaus.

    Foto: Wienröder
    Ostheim (ewie) Getreu ihrem Sessions-Motto "Wer will närrische Handwerker sehen, der muss zu den UFOs gehen" machten sich die Uhstemer Fosenöchter als Schornsteinfeger, Bäcker, Zimmerleute, Maurer und andere Handwerker am Samstag auf zum Sturm auf das Rathaus. Unterstützt wurden sie bei ihrem Überfall von der Stadtkapelle und einer Delegation der Mellrichstädter Karnevalisten.

     

    UFO-Anführer Bernd Roßmanith versuchte zunächst mit guten Worten, Bürgermeister Adolf Büttner zur Kapitulation zu bewegen. Das mutige Stadtoberhaupt, das sich in der Amtsstube mit einem Teil seiner Stadträte verschanzt hatte, rief jedoch kühn vom Balkon "11.11., so ein Schmarren, ihr seid wirklich echte Narren!" Er blieb eisern und verwehrte den UFOs den Zutritt.

    Doch die hatten mit dem Prinzenpaar einen Trumpf in der Hand. Urplötzlich tauchte der neue UFO-Monarch Prinz Jürgen I. von hinterm Rathaus (Jürgen Witthauer) und seine Ehefrau Prinzessin Juliane I. von der Schenk'schen Chronik - beide Nachkommen alteingesessener Ostheimer Familien - auf. Im Schlepptau hatten sie das kleine Prinzenpaar, Prinz Robin I. von Henneberg (Robin Hofmann) und Prinzessin Miriam I. von der Erlebniskreuzung am Hanfsack (Miriam Seifert).

    Da blieb dem Bürgermeister der Mund offen stehen. Prinz Jürgen hatte nämlich eine alte Urkunde der Grafen von Henneberg aus dem Jahr 1611 mitgebracht, unterzeichnet von der Freiherrin Inge vom Stein - alias Inge Höflich, geborene Stein, die übrigens wie schon seit vielen Jahren wieder die Idee und das Drehbuch für den diesjährigen Rathaussturm geliefert hat. Aus dem Schreiben ging hervor, dass der Familie Witthauer und deren Nachkommen ein ewiges Wegerecht durch und um das Rathaus zu gewähren ist.

    Feindseligkeiten des Rathausherren gegenüber der Familie seien ein schweres Vergehen. Der Schultheiß müsse deshalb den Rathausschlüssel an die Familie aushändigen und ihm werde außerdem der Zutritt zum Amtssitz verwehrt.

    "Da kann ich nichts gegen machen", klagte der Bürgermeister und übergab geknickt den Rathausschlüssel an das Prinzenpaar, das versprach, den Ostheimern gute Herrscher zu sein. Schließlich fand sich der suspendierte Rathauschef doch recht schnell mit den Geschehnissen ab und versöhnte sich mit den UFOs. Immerhin darf er ja am Aschermittwoch wieder die Regentschaft über die Stadt übernehmen, wie die Narren ihm fest versicherten.

    Bilder vom Rathaussturm finden
    sich auf der Homepage der UFOs:
    www.ufo-ostheim.de

    Kommentare (0)

      Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!