• aktualisiert:

    Rannungen

    192 000 Euro für neue Straßen und Kanäle

    Der Ebenhäuser Weg  sorgt immer wieder für Diskussionen im Rannunger  Gemeinderat. Eine kurze Strecke ist zurzeit halbseitig gesperrt. Sie soll  für 20.000 Euro ausgebessert werden. Foto: Dieter Britz
    Der Ebenhäuser Weg sorgt immer wieder für Diskussionen im Rannunger Gemeinderat. Eine kurze Strecke ist zurzeit halbseitig gesperrt. Sie soll für 20.000 Euro ausgebessert werden. Foto: Dieter Britz

    Lange diskutierte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über geplante Straßen- Reparaturarbeiten am Ebenhäuser Weg, am Rößweg und am Wirtschaftsweg Roßäcker. Außerdem sollen Kanalbauarbeiten in der Bergstraße zur Erschließung zweier Bauplätze durchgeführt werden.

    Die Kosten dafür werden allerdings von den Grundstückseigentümern getragen. Unstrittig war die Vergabe sämtlicher Planungsleistungen für diese Arbeiten an das Planungsbüro für Bauwesen Matthias Kirchner in Oerlenbach. Das Büro, das regelmäßig für die Gemeinde arbeitet, kümmert sich unter anderem um die Planung, die die Ausschreibung, die Vorbereitung der Vergabe, die Bauoberleitung und die örtliche Bauüberwachung. Der Beschluss, diese Arbeiten an das Büro zu vergeben, fiel einstimmig.

    Matthias Kirchner begründete die Arbeiten , die ausgeführt werden sollen. Im Roßweg, den er mehrfach angeschaut hatte, gebe es viele klaffende Querrisse besonders dort, wo Hydranten stehen. Die Gehwege seien zerstört, fast gefährlich für Fußgänger und nicht mehr zu reparieren. Sie müssten von Grund auf neu aufgebaut werden. Die Gemeinde solle sich Niederwerrn als Beispiel nehmen, wo man die Straßen rette, die noch zu retten sind. "Die Situation im Bausektor ist schlimm wie nie", betonte Kirchner. Trotzdem habe die Gemeinde Glück, da das Bauunternehmen aus Oerlenbach, das das günstigste Angebot mit insgesamt 192.000 Euro abgegeben habe, eine Frist zur Ausführung der Arbeiten bis Mitte 2019 bekommen habe. Außerdem hängen die Arbeiten zusammen und viele Asphalt-Arbeiten sind dabei.

    13 Unternehmen seien angeschrieben worden, von denen neun ein Angebot abgaben. Kirchner wertete den Preis als "marktgerecht und in Ordnung." Aus der Mitte des Gemeinderates kamen Änderungsvorschläge für die Bauausführung . So könne im Rößweg nur ein Gehweg gebaut werden, um Mittel zu sparen. "Wenn wir Teilleistungen herausnehmen, dann gibt es Schadensersatzforderungen. Das machen die Firmen heute nicht mehr mit" , kommentierte Kirchner diesen Vorschlag. So verteilen sich die Kosten : Ebenhäuser Weg 21.000 Euro , Rößweg 105.000 Euro , Wirtschaftsweg Roßäcker 18.500 Euro . Diese Kosten in Höhe von knapp 145.000 Euro muss die Gemeinde aufbringen. Dazu kommt der private Anteil in der Bergstraße zur Erschließung zweier Bauplätze. Insgesamt macht das zusammen 192.000 Euro .

    Gemeinderätin Sybille Büttner (Bürgerliste) kritisierte: "Die 20.000 Euro für den Ebenhäuser Weg tun mir richtig weh, wenn ich dafür irgendwelche Hüppelich weg mache, damit es nicht mehr klappert." Sie erinnerte daran, dass sie vor einiger Zeit den Antrag gestellt hatte, den Weg ganz zu sperren. Der Weg ist zurzeit auf einer kurzen Strecke halbseitig gesperrt. Diese Sperre gilt nur für ein halbes Jahr, was aber offenbar nicht allgemein Welten bekannt war. Durch die Rillen in der Fahrbahn hätten Radfahrer Probleme, meinte dazu Bürgermeister Fridolin Zehner ( CSU ). Die Rillen sollen nun tiefer abgefräst werden und der Weg streckenweise eine neue Decke bekommen, sagte dazu Matthias Kirchner.

    Der Gemeinderat vergab schließlich die Straßenbauarbeiten für 2018/19, nur Sybille Büttner stimmte dagegen. Das Gremium beschloss außerdem, im Rahmen eines Ortstermins die genaue Bauausführung festzulegen. Auch die Neuregelung der Umsatzsteuer ab dem Jahr 2021 stand auf der Tagesordnung. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Gemeinden endgültig für Betriebe gewerblicher Art Umsatzsteuer bezahlen. Ein Steuerfachmann des bayerischen kommunalen Prüfungsverbandes soll nun für die Verwaltungsgemeinschaft Maßbach, ihre Mitgliedsgemeinden Markt Maßbach, Rannungen und Thundorf sowie den Abwasserzweckverband Obere Lauer die kommunalen Einnahmen daraufhin prüfen.

    Von den Kosten , die etwa 5400 Euro ausmachen, muss die Gemeinde Rannungen etwa ein Siebtel übernehmen. Der Gemeinderat stimmte dem ohne Diskussion zu. Schließlich wurde auch der Forstbetriebsplan für 2019 beschlossen. Die Holzpreise ändern sich gegenüber 2018 nicht: Polterholz-Langholz (am Weg gerückt) kostet 54 Euro pro Festmeter, Losholz-hart (Abraum) 15 Euro pro Ster, Losholz-hart (Selbsteinschlag) zehn Euro pro Ster, Losholz-weich (Abraum) zehn Euro pro Ster und Losholz-weich (Selbsteinschlag) fünf Euro pro Ster.

    Dieter Britz

    Weitere Artikel
    Fotos

      Kommentare (0)

        Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!